"Gott schütze unser Kärntnerland": 1.000 Menschen demonstrieren in Klagenfurt
- Unmut gegenüber Koalition. Ruf nach Neuwahlen
- Landeshauptmann Dörfler kam nicht auf die Straße

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Rund 1.000 Menschen haben am Dienstagabend in Klagenfurt gegen die Landesregierung - konkret gegen die Koalition von BZÖ/FPK und ÖVP - sowie für Neuwahlen in Kärnten demonstriert. SPÖ, die Grünen, KPÖ, Gewerkschafter und Autonome hatten zu den Protesten aufgerufen und machten mit einem Protestmarsch vom Hauptbahnhof zur Landesregierung ihrem Unmut Luft.
Am Ziel angekommen forderte die Menge Landeshauptmann Dörfler sowie blaue und schwarze Regierungsmitglieder auf, herauszukommen, um sich die Forderungen persönlich anzuhören - jedoch vergeblich.
Der Protest richtete sich konkret gegen "BZÖ/FPK, die das Land in den wirtschaftlichen Ruin treiben", gegen das "Scheuchtum Kärnten" oder den "Schuldenkurs", wie auf zahlreichen Transparenten zu lesen war.
Ruf nach Neuwahlen
Rücktrittsforderungen waren ebenso lautstark zu hören wie der Wunsch nach Neuwahlen und die Verfrachtung der blau/schwarzen Regierungsmitglieder "auf die Saualm". Die Demonstration gipfelte in einer Versammlung vor dem Regierungsgebäude, wo ein minutenlanges Pfeifkonzert, "Dörfler raus"- und Buhrufe einige Mitarbeiter wohl dazu veranlassten, Jalousien und Fenster zu schließen.
Manch Demonstrant versuchte es auch mit Humor: Transparente wie "Gott schütze unser Kärntnerland vor Dummheit, Gier und Unverstand" oder "Uwe tut weh", sorgten sogar bei einigen Polizeibeamten für ein Grinsen. Als jedoch aus der Gruppe der Autonomen ein Schneeball in Richtung eines Polizisten flog, war - zumindest für sie - der Spaß vorbei. Sie wurden kurzerhand von einigen Uniformierten aus der Menge geholt, woraufhin die meisten von ihnen Fersengeld gaben.
(apa/red)
