Kardinal Schönborn zum Heiligen Abend: Appell zu mehr Solidarität in Österreich
- Geistlicher äußert sich auch zur Asylproblematik
- Froh: Politiker bemühen sich um mehr "Miteinander"
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Für mehr Solidarität im Land hat Kardinal Christoph Schönborn am 24. Dezember bei "Licht ins Dunkel" plädiert. Es müsse in Österreich der Pegel der Menschlichkeit hoch genug sein, "damit Menschen in Bedrängnis 'Licht ins Dunkel' erhalten". Das gelte auch im Hinblick auf das "schwierige Asylthema". Er sei froh, dass sich die politisch Verantwortlichen um mehr "Miteinander" bemühen, das tue Österreich gut, betonte Kardinal Schönborn.
Es gehe um ein "Miteinander" in Verantwortung und Ehrlichkeit. "Unser Land verträgt es, dass wir sagen, wie die Dinge wirklich sind und dass die Zeiten schwerer werden und wir mehr zusammenhalten müssen", so der Wiener Erzbischof.
Im Zusammenhang mit dem Fall "Hypo Alpe Adria" betonte Kardinal Schönborn, dass bei den Vorgängen, die zur Krise der Bank geführt haben, "viel mutwillig kaputt gemacht" worden sei. Er verstehe seine Aussagen aber nicht als Kritik an den Auffangmaßnahmen, hier habe es wohl keine Alternative gegeben, ein anderes Szenario wäre noch schlimmer gewesen. Festzuhalten bleibe aber, dass es um eine Belastung für die Zukunft des Landes gehe.
Beim Desaster der "Hypo Alpe Adria" sei in äußerst unverantwortlicher Weise aus "Populismus und Verantwortungslosigkeit" Volksvermögen verschleudert worden. Die Rechnung für solche Vorgänge müssten alle Bürger zahlen und es treffe besonders jene, "die ohnehin schon am unteren Rand der Gesellschaft stehen". Wörtlich sagte der Wiener Erzbischof in diesem Zusammenhang: "Das ist empörend. Das ist eine Herausforderung für bessere Kontrollen, fordert die Justiz heraus und ist ein Appell an alle, mehr auf Anstand, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein zu achten".
Im Hinblick auf die Asylthematik nahm Kardinal Schönborn neuerlich zum "Fall Arigona" Stellung. Bei aller Problematik plädiere er im Fall Arigona Zogaj für das humanitäre Bleiberecht, "das gesetzlich möglich und in diesem Fall richtig angewendet ist". Er sei mit Bundespräsident Heinz Fischer völlig einer Meinung in dieser Frage.
(apa/red)
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