Audimaxisten feiern Weihnachten am Campus: Proteste sollen weitergehen
- Besinnliches Fest mit Christbaum und Co. geplant
- Innerhalb der Bewegung herrscht derzeit Uneinigkeit
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Die ehemaligen Besetzer des Audimax der Universität Wien haben nach der Räumung des Hörsaals ihre Zentrale in den Uni-Campus im Alten AKH (Wien-Alsergrund) verlegt. Am Dienstagnachmittag wurde mit der Übersiedelung der technischen Ausrüstung in den Hörsaal C1, der von Anfang an als das gemütliche, ruhige "Wohnzimmer" des Audimax definiert war, begonnen. Hier werden die C1-Besetzer und die aus dem Audimax Vertriebenen auch gemeinsam den Weihnachtsabend verbringen.
Noch nicht aus dem Audimax transportiert wurde das seit mehreren Wochen auf dem Podium stehende Klavier, auch die Utensilien der "Volksküche" sind noch im bis einschließlich 6. Jänner gesperrten Hauptgebäude der Uni Wien, können aber von den Ex-Besetzern unter Vorlage eines Personalausweises abgeholt werden. Schon mitübersiedelt ist ein Teil der zuletzt 80 Obdachlosen, die in dem Hörsaal Unterschlupf gefunden hatten. Das sei natürlich ein Problem, so eine Sprecherin der C1-Besetzer. "Aber wir sind nicht soweit wie das Rektorat, dass wir diese Menschen bei Minusgraden vor die Türe setzen".
Besinnlicher Weihnachtsabend im C1
Besinnlich soll dann der Weihnachtsabend im C1 ablaufen: Es wurde bereits ein Christbaum besorgt, der nun noch aufgeputzt wird - aber nicht "dekadent", wie die Studentin betont, sondern mit Kugeln mit dem "uni brennt"-Logo der Protestbewegung und anderem selbst gebasteltem Schmuck. Am 24. Dezember wird es im C1 außerdem ein Violinkonzert geben, danach einen Spieleabend und ein gemeinsames Essen. Außerdem hat eine mit den Besetzern solidarische evangelische Pfarrerin angeboten, eine Messe zu lesen.
Ferien nutzen
Die Ferien will die Protestbewegung dazu nutzen, "ein bisschen zu reflektieren, was gut und was schlecht läuft", so die Studentin. Den Besetzern waren zuletzt nicht nur zahllose aktive Unterstützer abhandengekommen. Spätestens mit Ankündigung des "Dialogs Hochschulpartnerschaft" durch Wissenschaftsminister Johannes Hahn hatten sich verschiedene Gruppen gebildet, die sich gegenseitig vorwerfen, der Bewegung zu schaden.
(apa/red)
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