Donnerstag, 24. Dezember 2009

Endlich kommt das Christkind: Das große
Fest der Liebe und seine wahren Ursprünge

  • Mehr als 2,2 Milliarden Christen feiern Weihnachten
  • 25. Dezember war eigentlich heidnischer Festtag

Heute ist es endlich soweit: Das Christkind kommt! Mehr als 500 Millionen Christen in Europa - weltweit mehr als 2,2 Milliarden - feiern Weihnachten. Vom Festessen über den feierlich geschmückten Christbaum bis hin zur sehnlich erwarteten Bescherung - Vor allem für Kinder ist der 24. Dezember ein besonders aufregender Tag. Doch was feiern wir eigentlich und woher kommt das Fest ursprünglich?

Der 25. Dezember war im Römischen Reich ursprünglich das heidnische Fest der Wintersonnenwende. Erst im vierten Jahrhundert hat die Kirche den Festtag des heidnisch-römischen Kults in einen christlichen Feiertag umgewandelt und ihm einen neuen Sinn gegeben: das Gedächtnis an die Geburt Christi.

Geburt Jesu
Die Feier des 25. Dezember als Geburtsfest Jesu ist erstmals für das Jahr 336 in Rom bezeugt. Von Rom aus hat sich das Weihnachtsfest in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts rasch nach Nordafrika, Oberitalien, Spanien sowie in den Orient verbreitet. Es entwickelte sich bald zum beliebtesten christlichen Fest.

"Heiliger Abend"
Das Christfest beginnt am Vorabend, es hat eine "Vigil", eine Nachtwache, in der man sich, wie kathpress erläuterte, wachend und betend auf das Fest vorbereitet. Als "Heiliger Abend" steht dieser Vorabend heute im Mittelpunkt.

Verkündung der Hirten
Nach dem Bericht des Evangelisten Lukas waren es Hirten, die zuerst Nachricht von der Geburt Jesu erhielten. Ihnen verkündete ein Engel: "Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt." Schauplatz war Bethlehem. In der nur knapp zehn Kilometer von Jerusalem entfernten Stadt steht die Geburtsbasilika, eine der ältesten bis heute unzerstörten Kirchen der Christenheit, die auf die Zeit Konstantins des Großen zurückgeht.

Unterschiedliche Termine
Auf Grund unterschiedlicher Traditionen feiern Christen verschiedener Kirchen an verschiedenen Terminen. Katholiken, Protestanten und ein Teil der Orthodoxen begehen Weihnachten am 25. Dezember nach dem Gregorianischen Kalender, während ein anderer Teil der Orthodoxie am 25. Dezember nach dem Julianischen Kalender festhält (er entspricht dem 7. Jänner nach dem Gregorianischen Kalender). Der Julianische Kalender gilt unter anderem für die Kirchen von Jerusalem, Russland, Serbien, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Georgiens und der Ukraine sowie für die koptische und die äthiopische Kirche.

Christkind oder Weihnachtsmann?
Millionen Kinder freuen sich auf das Weihnachtsfest, vor allem auf die Geschenke. Doch wer bringt sie eigentlich? Ist es der Weihnachtsmann oder das Christkind?

Der Weihnachtsmann geht auf den Heiligen Nikolaus zurück. Sankt Nikolaus war Bischof, lebte im 4. Jahrhundert, und gilt als Schutzheiliger der Kinder. Ursprünglich gab es zum Nikolaustag am 6. Dezember die Geschenke. Im Lauf der Zeit verlagerte sich der Brauch des Schenkens vom Nikolaustag auf den 24. Dezember. Der heutige Weihnachtsmann mit roter Zipfelmütze, weißem Rauschebart und Rentierschlitten verfügt über keinerlei christlich-biblischen Hintergrund.

Das Christkind tauchte erst im 16. Jahrhundert als Ersatz für Sankt Nikolaus auf. Heute bringt das Christkind überwiegend in katholisch geprägten Gegenden die Geschenke zum Weihnachtsfest.

(apa/red)

24.12.2009 08:09