Zahlreiche Unfälle und Straßensperren:
Ganz Österreich versinkt im Schneechaos
- Insgesamt vier Autobahnen abschnittsweise gesperrt
- Temperaturen teils unter Minus 20 Grad gesunken

·Schneechaos auf
Europas Flughäfen
Tausende Passagiere saßen über Nacht fest
·Eiseskälte fordert erste Erfrierungsopfer
Drei Österreicher nach Lokalbesuchen gestorben
·Willkommen im Winter Wonderland!
Chaos und weiße Pracht von den USA bis Europa
Schneechaos hält Österreich weiter im Griff: Nach Unfällen sind vier Autobahnen abschnittsweise gesperrt worden. Auf der Südautobahn in Niederösterreich kollidierten zwei Pkw auf dem Weg in Richtung Graz. Zwei Insassen des vorderen Fahrzeug mussten schwer verletzt mit dem Hubschrauber ins Spital gebracht werden. Die Fahrbahn wurde zwischen Edlitz und Krumbach gesperrt.
In Oberösterreich wurde auf der A25 in Fahrtrichtung Passau nach einem Unfall der Verkehr zwischen Haid und Weißkirchen ab 9.00 Uhr vorübergehend eingestellt. Ausweichen mussten Lenker auch im Bereich der Innkreisautobahn bei Meggenhofen-Gallspach. Nach einem Unfall mit einem Lkw wurde eine Sperre verhängt. Kein Weiterkommen gab es für den Verkehr außerdem auf der Ostautobahn zwischen Bruck/West und Göttlesbrunn in Fahrtrichtung Wien. Auch hier kam es nach einem Unfall zu einer Sperre.
Straßensperren und Lawinengefahr
Wegen massiven Schneefalls war weiters die Stubachtal-Landesstraße im Bereich des Hahntenjoch gesperrt. Das galt auch für die Lechtal-Bundesstraße zwischen Lech und Wart. In gesperrten Bereich bestand Lawinengefahr.
Am Flughafen Wien gab es hingegen keine Probleme. Die Abwicklung verlaufe plangemäß, teilte ein Sprecher mit. Es gebe lediglich vereinzelte Verzögerungen durch Schwierigkeiten bei anderen Flughäfen im Ausland.
Sibirische Kälte
Die klirrende Kälte ist zwar am abklingen, doch in den vergangenen Tagen sorgte in Österreich eine Mischung aus "russischer Kaltluft" und einem Italientief für rekordverdächtige Tiefstwerte und bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. In insgesamt 14 Ortschaften wurden weniger als minus 20 Grad gemessen. Spitzenreiter dabei war Sankt Jakob in Defereggen in Osttirol mit minus 24,4 Grad. Doch auch in Kärnten und der Steiermark war es schon seit Jahrzehnten nicht mehr so kalt, berichtete die ZAMG in Wien.
In Sierning im Bezirk Steyr-Land erfror ein 62-Jähriger beinahe in seiner Wohnung. Er hatte es offenbar zwei Tage lang nicht geschafft, den Ofen anzuheizen. Der Mann wurde mit Erfrierungen an Händen, Beinen und an der Nase ins Spital eingeliefert.
(apa/red)
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