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17.12.2009 17:45

Schockierender Todesfall: Deutschlands Torhüter Robert Enke 32-jährig verstorben

  • 10. November: Hannover-Goalie wirft sich vor Zug
  • Hannovers Präsident Martin Kind: "Er war labil"

Deutschlands Fußball-Nationaltorwart Robert Enke ist tot. Erste Erkenntnisse der Polizei deuten auf einen Selbstmord hin. Der achtmalige Nationalspieler war gegen 18.25 Uhr von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden, teilte die Polizei mit. Es gab polizeiliche Untersuchungen an einem Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge, in der Nähe von Enkes Wohnort. Enke wurde 32 Jahre alt.

"Das ist ganz furchtbar", sagte Martin Kind, Präsident von Enkes Club Hannover 96. Kind war von der Sitzung der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aus Frankfurt/Main zurückgekehrt, am Flughafen bekam er den schockierenden Anruf. "Man rechnet mit vielem, aber nicht mit so etwas", sagte Kind der dpa. Der 96-Chef ist sich sicher, "dass es nichts mit Fußball zu tun hat". "Er war labil", berichtete Kind. Das sei in der Öffentlichkeit wohl nicht aufgefallen. "Er hat das überlagert", erklärte der Clubchef.

Der Fußballprofi und seine Frau hatten vor drei Jahren ihre Tochter Lara im Alter von zwei Jahren verloren, die an einem angeborenen Herzfehler litt. Enke hinterlässt seine Ehefrau Teresa und eine acht Monate alte Adoptiv-Tochter.

Seine wechselvolle Karriere führte Enke quer durch Europa: Seine Stationen waren Carl-Zeiss Jena, Borussia Mönchengladbach, Benfica Lissabon und FC Barcelona; nach einem kurzen Gastspiel bei Fenerbahce Istanbul und CD Teneriffa wechselte er 2004 zu Hannover 96.

Der Tod von Nationaltorwart Robert Enke löste auch im Lager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft große Bestürzung aus. Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff informierten die Spieler und Betreuer im DFB-Quartier in Bonn. "Wir sind alle geschockt, uns fehlen die Worte", äußerte Bierhoff in einer ersten offiziellen Reaktion.
(apa/red)

17.12.2009 17:45
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