Grandiose Saison für Österreichs Adler: Schlierenzauer gewinnt den Gesamtweltcup
- Rekordmann des ÖSV von Gefühlen übermannt
- 22. März: 13 Siege und 20 Podestplätze für "Schlieri"

·6. Jänner: Loitzl holt Tournee-Gesamtsieg
Erster österreichischer Sieg nach neun Jahren
Am Ende des Winters war alles eitel Wonne bei den ÖSV-Skispringern. Obwohl es in den letzten zwei Bewerben am Wochenende in Planica nicht mehr mit einem Sieg geklappt hatte, fiel die Bilanz grandios aus und stellte sogar die Alpinen in den Schatten. Das Team von Cheftrainer Alexander Pointner holte einen WM-Doppelsieg von der Normalschanze, den Sieg im Gesamt- und im Skiflug-Weltcup, den Gewinn des Nationencups und 17 Saisonsiege. Gregor Schlierenzauer, der Superstar der Mannschaft, wurde nach seiner einzigartigen, rekordträchtigen Saison als Gesamt-Weltcup-Sieger von den Gefühlen übermannt.
Schlierenzauer belegte belegte beim Abschlussbewerb in Planica Rang fünf und schloss den Winter mit 307 Punkten Vorsprung auf Ammann ab. "Nach dem letzten Sprung realisiert man, was man erreicht hat, da fällt der Druck ab", sagte Schlierenzauer, der zuvor oben auf dem Balken gelächelt und wenige Minuten später noch vor der Übergabe der Kristallkugeln Tränen in den Augen hatte. "Da merkt man erst, was abgeht in diesen vier Monaten", meinte Pointner.
Abseits vom fünften Gewinn des Nationencups in Serie (7.331 Punkte bedeuteten Rekord) nannte der Coach ein besonderes Ereignis als schönstes der Saison. "Nach dem Abbruch des WM-Großschanzen-Bewerbs, bei dem wir leer ausgegangen sind, haben wir gemerkt, dass ganz Österreich hinter uns steht", sagte Pointner. "Jetzt haben wir überall eine Kugel gewonnen, es gibt nichts Großartigeres. Aber ich bin unheimlich froh, dass die Saison vorbei ist"
Dem Helden selbst gingen angesichts seiner Bestmarken - 13 Siege, 20 Podestplätze, 2.083 Punkte - die Superlative aus. "Es war einfach eine Super-Saison, wenn ich heute noch einmal gewonnen hätte, wäre es gar nicht so gut gewesen", sagte der Stubaitaler nach dem letzten Springen der Saison.
Sein wichtigstes Ziel, den Gesamt-Weltcup, habe er erreicht, betonte Schlierenzauer. Bei der Tournee habe er einfach zuviel gewollt, der folgende Doppelschlag am Kulm habe ihm aber die nötige Lockerheit verschafft. "Diese Siege und die weiten Sprünge mit dem totalen Kitzel in Whistler sowie das Erlebnis in Planica waren die Highlights."
(apa/red)










