Licht und Schatten: Eine Weltcup-Bilanz
des ÖSV zwischen Erfolg und Misserfolg!
- Saison 08/09: Im Super-G stark unter Erwartungen
- Michael Walchhofer der dominierende Abfahrer
PLUS: Achillesferse bei den Damen war der Slalom
Die Herren haben mehr als ein Drittel der Weltcupbewerbe 2008/2009 gewonnen, Grund genug, für Cheftrainer Toni Giger positiv zu bilanzieren: "Die Saison reiht sich in die Jahre seit 1996 ein, wo wir ein Dauerhoch haben. In den 30 Jahren vor 96 haben wir das gerade dreimal geschafft, das wir so viele Prozent der Rennen gewinnen", rechnete Giger vor. Die neuen Siegergesichter mit Baumann und Kröll seien natürlich auch wichtig gewesen.
Seine Mannschaft sei durch die verletzungsbedingten Ausfälle mit einer "gewaltigen Hypothek in die Speedsaison reingegangen". Zu den einzelnen Disziplinen meinte Giger: "Walchhofer war für mich der dominierende Abfahrer. Im Super-G bin ich am wenigsten zufrieden. Bei Hannes Reichelt als Kugelgewinner vom letzten Jahr hat es sicher nicht so funktioniert, wie wir uns das erhofft haben. Im Riesentorlauf bin ich sehr zufrieden, da haben wir eine sehr gute Mannschaft und starten im nächsten Winter mit vier Läufern aus der ersten Gruppe. Wir haben Junge, die von der Technik her Maßstäbe setzen. Und der Slalom war sowieso unsere stärkste Disziplin."
Trotz vier Saisonsiegen von drei verschiedenen Läufern schaffte es in der Disziplinwertung des Slaloms kein Österreicher auf das Podest, Manfred Pranger war vor Reinfried Herbst Vierter. "Wir haben bis zum Schluss überall um die Kugeln mitgekämpft, das ist eine super Sache, aber es ist immer eine Enttäuschung, wenn man es nicht schafft. Aber die anderen fahren auch stark, das muss man akzeptieren. Man braucht auch ein bisserl Glück, und das haben wir da und dort nicht gehabt. So schaut es aus", kommentierte Giger.
Verpasste RTL-Kugel schmerzt
Im Damenlager schmerzte der Verlust der Riesentorlaufkugel im letzten Saisonrennen, Zettel musste sich der Finnin Tanja Poutiainen geschlagen geben. "Der Riesentorlauf war unsere beste Disziplin, im Slalom hatten wir schwere Ausfälle zu verkraften. Hosp hat gezeigt, dass sie nach ihrer Verletzung wieder dabei ist. In den schnellen Disziplinen ist Fischbacher Zweite in der Abfahrt geworden, das ist ein großer Schritt für sie. Görgl hat leider ihr Potenzial nicht gezeigt, Holaus hat sich verletzt und Götschl erst am Schluss ihre Leistungen gebracht", fasste es Damen-Cheftrainer Herbert Mandl zusammen.
Das letzte Mal haben die Damen, die in der Traumsaison 2006/2007 alle sechs Kugeln gewonnen haben, 2001 keine Disziplinwertung gewonnen. "Wenn alle fit werden, dann bin ich zuversichtlich, dass wir kommende Saison wieder mit dabei sind", sagte Mandl. Pum erinnerte, dass die Ausgangslage bei den Damen "nicht so optimal" gewesen sei, da mit Schild die Leistungsträgerin der vergangenen Jahre verletzt war. "Das kannst du nicht kompensieren." Und wenn dann in den Speed-Disziplinen eine wie Götschl nicht in Form sei, dann werde es natürlich schwierig. Nicht zufrieden sei man mit den Leistungen im Super-G, wo man dachte, am stärksten zu sein. Die Achillesferse ist aber der Slalom, das hat sich nach den Ausfällen von Schild und Hosp sehr deutlich gezeigt.
(apa/red)











