Das Geld-Jahr

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14.12.2009 16:31

30. Juni: Wiener Flughafen Wien zieht
beim Skylink-Terminalbau die Notbremse

  • Vorläufiger Baustopp wegen explodierender Kosten
  • Rechnungshof darf den Wiener Flughafen prüfen

Der Flughafen Wien zieht nach der Kostenexplosion beim Skylink-Projekt zu Sommerbeginn die Notbremse: Am 30. Juni stoppt der Flughafenbetreiber den seit 2005 laufenden Bau des Terminals, um aus allen Verträgen mit den am Bau beteiligten Firmen auszusteigen und die Konditionen mit den Unternehmen neu zu verhandeln. Die Bauarbeiten sollen im Februar 2010 wieder aufgenommen werden.

Ziel ist es, trotz der Bauunterbrechung das Projekt bis ins erste Halbjahr 2012 abzuschließen und die Kosten deutlich unter die zuletzt prognostizierten 830 Mio. Euro zu drücken.

Ursprünglich waren für die Erweiterung des Wiener Flughafens 400 Millionen Euro veranschlagt gewesen - eine Summe, die nicht zuletzt beträchtliche Honorare für Beratungsfirmen in die Höhe getrieben haben.

Rechnungshof darf prüfen
Die Kostenexplosion hat längst die Politik auf den Plan gerufen. Nach langem Tauziehen zwischen Regierung und Opposition wird im Oktober die gesetzliche Grundlage für eine Rechnungshofprüfung des mehrheitlich in Privatbesitz befindlichen Flughafens geschaffen. Wenige Tage später nimmt der Rechnungshof in Schwechat die Arbeit auf - dort waren Vertreter der Behörde noch im Juli abgewiesen worden.

Ungemach droht dem Flughafen-Vorstand aber auch an einer anderen Front: Der Wiener Gemeinderat will im kommenden Jahr einen U-Ausschuss zum Skylink-Debakel starten. Die Opposition wirft der SPÖ-Regierung Kontrollversagen beim Baudesaster rund um das Flughafen-Projekt vor. SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl kontert: "Der Flughafen ist ein ganz normaler Betrieb, der sich seine Investitionen selbst erwirtschaftet und von dem Wien und Niederösterreich 20 Prozent halten".
(apa/red)

14.12.2009 16:31
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