21.12.2009 09:35

Protest gegen schlechte Uni-Bedingungen:
Audimax wird von den Studenten besetzt

  • 22. Oktober: Beginn einer großen Protestbewegung
  • 21. Dezember: Audimax wird polizeilich geräumt

Nach einem "Generalstreik" an der Akademie der Bildenden Künste in Wien wird von Studenten das Audimax der Uni Wien besetzt, an diversen anderen Hochschulen wird diesem Beispiel gefolgt. Die Studenten stellen verschiedene, zum Teil allgemeine Forderungen wie "Re-Demokratisierung und Stärkung der Mit-und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen" und verlangen die Ausfinanzierung der Unis und den Verzicht auf Studieneingangsprüfung und Zulassungsbeschränkungen. Zahlreiche Protestzüge werden organisiert, am größten in der Wiener Innenstadt nehmen mehr als 10.000 Studenten teil.

VIDEOS: Protestzüge und Audimax-Besetzer

Wissenschaftsminister Hahn kündigt eine 34-Millionen-Euro-Finanzspritze an. die aber als zu gering erachtet wird. Ein von ihm vorgeschlagener Hochschuldialog findet am 25. November statt, bei dem fünf Arbeitsgruppen beschlossen werden, die Lösungsvorschläge erarbeiten sollen.

Der Rektor der Uni Wien, Georg Winckler, stellt sich Anfang Dezember erstmals im Audimax den rebellischen Studenten. Lösung für eine Räumung des Hörsaals wird auch bei dieser Aussprache keine gefunden.

Am 21. Dezember wird das Audimax polizeilich geräumt. Grund dafür ist laut Rektorat die "dramatische Sicherheitslage".

(apa/red)

21.12.2009 09:35
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