14.12.2009 12:09

Pühringer bleibt Oberösterreich erhalten:
Landes-ÖVP erzielt überragenden Wahlsieg

  • 20. September: Landtagswahlen in Oberösterreich
  • ÖVP erhält absolute Mehrheit, Debakel für SPÖ

Ein weiteres Wahldebakel für die SPÖ, einen klaren ersten Platz für die ÖVP und weitere Zuwächse für die FPÖ bringen die Landtagswahlen in Oberösterreich am 27. September 2009. Die ÖVP um Landeshauptmann Josef Pühringer konnte ihre Stellung mit 46,76 Prozent Wählerzuspruch als dominierende Partei ausbauen, die Grünen blieben stabil auf recht hohem Niveau (9,18 Prozent). Eine ordentliche Schlappe muss hingegen die SPÖ um Spitzenkandidat Erich Haider verkraften. Nur rund 25 Prozent stimmten für die Sozialdemokraten, 2003 waren es noch um 13 Prozentpunkte mehr gewesen.

SPÖ-Landeschef Haider zieht nach der Wahlschlappe Konsequenzen und tritt von allen politischen Ämtern zurück. Der Ex-Landeshauptmannstellvertreter wird per 1. Dezember Geschäftsführer der Linz Linien. Nachfolger Haiders als SPÖ-Landesvorsitzender und Landeshauptmann-Stellvertreter wird Soziallandesrat Josef Ackerl.

Indes verlängert der im Amt bestätigte Landeshauptmann und VP-Landesparteichef Josef Pühringer die Koalition mit den Grünen, allerdings mit mehr Freiräumen. Die Volkspartei hat nämlich auch mit SPÖ und FPÖ Grundsatzvereinbarungen zur Zusammenarbeit geschlossen. Die Landesregierung wird nach dem Proporzsystem von allen vier Landtagsfraktionen gestellt. Von den neun Regierungsmitgliedern gehören künftig fünf der ÖVP an, zwei der SPÖ und je eines der FPÖ und den Grünen.

(apa/red)

14.12.2009 12:09
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