Das Chronik-Jahr

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16.12.2009 15:29

Hochwasser-Alarm in Österreich: Schwere Überflutungen in weiten Teilen des Landes

  • 23. Juni: Zwei Todesopfer nach starken Regenfällen
  • Mehrere tausend Feuerwehrleute standen im Einsatz

Nach heftigen Regenfällen Ende Juni hielt das Hochwasser weite Teile Österreichs in Atem. Der Dauerregen zog auch die Wiener Albertina in Mitleidenschaft. Mehr als 2.000 Liter Wasser waren in das Zentraldepot eingedrungen, 950.000 Kunstwerke - darunter unschätzbar wertvolle wie Dürers "Feldhase" - mussten evakuiert werden.

Vor allem Ober- und Niederösterreich sowie in der Steiermark und im Burgenland kam es zu schweren Überschwemmungen. Mehrere tausend Feuerwehrleute standen in den betroffenen Gebieten im Einsatz.

Zwei Tote nach Unwettern
In Niederösterreich haben die Unwetter zwei Todesopfer gefordert. Nachdem ein 16-Jähriger in Allhartsberg (Bezirk Amstetten) in den Fluten ertrunken war, wurde ein 81-Jähriger vom Spitzerbach mitgerissen, als er eine Verklausung bei einer Brücke beseitigen wollte. Einsätze gab es vor allem in den Bezirken Scheibbs, Melk, Amstetten, St. Pölten, Krems, Tulln und Neunkirchen. 246 Feuerwehren und drei Züge des Katastrophenhilfsdienstes waren mit insgesamt 3.300 Mann mit Sicherungs- und Pumparbeiten beschäftigt. Ybbsitz im Bezirk Amstetten war von der Außenwelt abgeschnitten - durch massive Verklausungen waren alle Straßen im Ortsgebiet bis zu einem Meter überflutet.

Im Burgenland haben die Wassermassen die Feuerwehren auf Trab gehalten. Besonders von Überschwemmungen betroffen war der Raum Güssing sowie Strem im Südburgenland.

In der Steiermark waren die Einsatzkräfte nach den heftigen Regenfällen und den stellenweise Überflutungen vor allem in der Süd- und Oststeiermark mit Auspumpen von Objekten und Wegräumen von Schlamm beschäftigt. Laut Landesfeuerwehrkommando Steiermark waren 110 Feuerwehren mit rund 700 Mann sowie rund 90 Bundesheersoldaten im Einsatz, vor allem in den Bezirken Feldbach, Radkersburg, Leibnitz und Weiz.

Mauthausen beinahe überschwemmt
In Oberösterreich war die Enns in Steyr über die Ufer getreten. Besonders knapp war es in Mauthausen (Bezirk Perg): Dort fehlten nur fünf Zentimeter und ein ganzer Ortsteil wäre überflutet worden.

(apa/red)

16.12.2009 15:29
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