Mittwoch, 16. Dezember 2009

Genießen und feiern ohne Reue - geht das? Wie man trotz aller Esssünden schlank bleibt

  • Schlechtes Gewissen verboten! Gönnen Sie sich was!
  • NEWS: Sascha Walleczeks schlaue Ernährungs-Tipps

Man könnte sich fast vernachlässigt vorkommen. Denn Ernährungsberater haben im Dezember Sendepause. Neben Glühwein und Keksen sind Menschen, die von Gemüse und ausgewogener Ernährung reden, echt nicht gefragt. (Keine Sorge! Spätestens bei den Neujahrsvorsätzen sind wir dann wieder voll im Einsatz.) Aber einer Frage entgehe ich dieser Tage kaum: "Wie schafft man es, während der Feiertage NICHT zuzunehmen?"

Das Wichtigste zuerst: Festtage sind Feiertage! Also feiern Sie! Vergessen Sie nicht die 80:20-Regel: Hin und wieder darf man alles! Aber eben nur hin und wieder. Machen Sie es die meiste Zeit richtig, dann können Sie hin und wieder tun und lassen, was Sie wollen. Also: Schlechtes Gewissen ist verboten! Es ist völlig egal, was Sie am 24., 25. oder 31.12. machen. Wichtig ist, was Sie dazwischen machen – also ob Sie auch am 18., 20. oder 28.12. feiern. Das fällt dann nämlich schon ins Gewicht. Mein Tipp: Suchen Sie sich die Feste gezielt aus, und feiern Sie diese mit allem, was dazugehört. Zwischen den Feiertagen machen Sie dann ein bisschen "Pause" – umso mehr kann man den Rest genießen.

Aus den Augen, aus dem Sinn
Es ist erwiesen, dass Menschen mehr Süßes essen, wenn es sichtbar herumsteht. Mein Tipp: Holen Sie Süßkram nur heraus, wenn Gäste da sind oder Sie bewusst Süßes genießen wollen – lassen Sie es sonst im Schrank verschwinden. Stattdessen Nüsse, Mandarinen und Orangen essen. Auch weihnachtlich, aber gesund!

Nicht übertreiben
Eine "Sünde" heißt nicht, dass Sie alle Prinzipien über Bord werfen! Wenn zu Mittag der Gänsebraten der Oma angesagt ist, sollten Sie trotzdem (leicht) frühstücken und (leicht) zu Abend essen. Sonst kommt Ihr Blutzucker aus dem Gleichgewicht, und Sie beginnen zu "überessen". Achten Sie dabei auf ein wenig Eiweiß – es hilft, Heißhunger vorzubeugen. Wenn Sie nach schweren Mahlzeiten in der Früh keinen Hunger haben, dann sollten Sie auf Ihren Körper hören – aber hungern Sie nicht, um fürs nächste Festessen zu "sparen".

Bestrafen Sie sich nicht!
Es macht keinen Sinn, sich mit dem Auslassen von Mahlzeiten zu bestrafen, nach dem Motto "Ich hab gestern so viel gegessen, ich faste heute". Das führt nur dazu, dass Ihr Stoffwechsel sich nicht mehr auskennt und Sie mehr essen. Es ist okay, einmal nichts zu essen. Aber achten Sie auf regelmäßige, kleinere Mahlzeiten – nur so können Sie Festtagspolstern vorbeugen. Und Sie werden dann auch nicht sooo viel zu den "Sündenmahlzeiten" essen.

Sündhaft gut, aber leicht
Drei Gänge müssen nicht drei "Sünden" sein. Wenn Sie selbst kochen, können Sie Ihre "Lieblingssünden" mit leichter Kost kombinieren: Ist die Lieblingsspeise Gänsebraten mit Knödeln, warum nicht als Vorspeise einen Vogerlsalat statt fetter Suppe? Und wie wär’s als Nachspeise mal mit Bratapfel, gefüllt mit Nüssen und Preiselbeeren? Wer unbedingt Schokolademousse zur Nachspeise will, kann ja den Gänsebraten vielleicht durch Fisch (Lachs, Karpfen,...) ersetzen – dessen Fette sind gut für Hirn, Herz, Nerven und die Linie, bei der Gans leider ganz im Gegenteil.

Feiern Sie schön!
Aber egal was Sie machen und wie viel Sie essen: Genießen Sie es. Studien zeigen, dass Menschen mit schlechtem Gewissen dicker sind – aber davon mehr im neuen Jahr, wenn Sie Ihre Neujahrsvorsätze getroffen haben! Bis dahin: Gesegnete Festtage!

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Noch mehr nützliche Ernährungs-Tipps im NEWS 51/09!

16.12.2009 13:12