Montag, 14. Dezember 2009

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Also, eigentlich habe ich nichts besonderes zu erzählen über meine Schule. Es ist eine private Handelsschule in einer Kleinstadt in der Nähe von Münster (wo ich eigentlich herkomme) und bin erst seit drei Monaten drauf. Sie ist aber trotzdem was besonderes für mich, denn ich habe, nach dem ich meinen Realschulabschluss gemacht habe, eigentlich die Hoffnung aufgegeben irgendwo noch eine Zukunft zu haben, denn mein Zeugnis war grottig.

Trotzdem habe ich all meinen Mut zusammengenommen und mich an dieser Schule beworben und das, obwohl die Anmeldefristen laaange vorbei waren. Nun, nach einem laaangen, nervenaufreibendem Gespräch mit der Schulträgerin, die jeden potentiellen Schüler dieser Schule unter die Zange nimmt, wurde ich tatsächlich angenommen!

Die ganzen Sommererien über hatte ich schrecklige Angst und Alpträume, weil ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden konnte auf eine neue Schule zu gehen, wo lauter Leute waren, die ich nicht kannte, auch noch in einer völlig fremden Stadt und das, obwohl ich noch nie in meinem Leben Zug gefahren bin geschweige denn diese Stadt jemals gesehen habe!

Demensprechend war mein erster Schultag dort. Es war warm, die Sonne schien und ich stand mit 250 anderen neuen Schülern auf dem Schulhof und wartete darauf in meine neue Klasse zu kommen (wir wurden aufgerufen). Mir unterlief ein schwerer Fehler, denn ich bin ausversehen mit der falschen Klasse mitgegangen. Das ist mir bis heute noch peinlich, denn ich musste mitten in der Stunde aufstehen, als ich auf der Klassenliste bemerkt hatte, das ich nichtmal draufstand! Also hab ich schnell das Weite gesucht, in der Hoffnung bald meine echte Klasse zu finden. Tatsächlich, hatte sich bald alles geregelt! Direkt in der ersten Schulwoche sind wir auf eine dreitäigige Kennenlernfahrt gefahren und es war ziemlich ungewohnt mit einer Klasse voller Leute, die man noch nie zuvor gesehen hatte auf Klassenfahrt zu fahren. Es waren aber herrliche drei Tage, vor allem, als wir Mädels Abends immer auf ner großen Wiese saßen und den Jungs beim Fußballspielen zusahen. es war warm, die Sonne ging langsam unter und wir unterhielten uns über Gott und die Welt, schließlig kannten wir uns alle noch nicht.

Über Wochen hinweg bin ich mit Bauchschmerzen zur Schule gekommen, da ich mich nicht einfach einleben konnte. Noch heute denke ich an die ersten Tage und wie schlimm und gleichzeitig schön sie für mich waren Jetzt, drei Monate später ist alles anders geworden. Ich gehe sehr gern auf diese Schule. ich liebe die leute dort, weil sie schrecklich nett sind und ich schnell neue Freunde gefunden habe. Ich liebe die Lehrer, weil sie humorvoll sind und man wirklich was bei denen lernt. Kurz um, ich liebe meine neue Schule und plane dort mehrere Jahre zu bleiben, auch wenn das teure jahren werden könnten (klar, Privatschule...). Aber ich wäre sogar bereit dafür arbeiten zu gehen! So, das wars :) Lena S.

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14.12.2009 15:04