Donnerstag, 17. Dezember 2009

Der Mann, der die Wirtschaft rettete: Fed-
Chef Ben Bernanke "Time"-Mann des Jahres

  • Boss der Federal Reserve führt USA durch die Krise
  • 56-Jähriger nun in einer Liga mit Obama, Bono & Co

Was hat die Wirtschaft Ben Bernanke zu verdanken? Schenkt man dem renommierten "Time"-Magazin Glauben, so einiges: Der Chef der amerikanischen Zentralbank soll einer der Retter der amerikanischen Wirtschaft - und damit der Weltwirtschaft - gewesen sein. Bernanke habe entscheidenden Anteil daran gehabt, dass die US-Wirtschaft mit einem blauen Auge durch die schwerste Krise seit der Großen Depression der 30er Jahre gekommen sei. "Ohne Ben Bernanke ... wäre alles viel schlimmer gekommen", ist zu lesen. Grund genug für das "Time"-Magazin, ihn deshalb zur Person des Jahres 2009 zu ernennen.

US-Präsident Barack Obama hat Bernanke bereits für weitere vier Jahre nominiert, das letzte Wort haben jedoch die Senatoren: Sie werden über eine zweite Amtszeit des ehemaligen Professors der Elite-Uni Princeton entscheiden. Der 56-jährige, der seit 2006 an der Spitze der Federal Reserve steht, senkte die Zinsen massiv und stieß die Geldschleusen der Notenbank weiter auf als je zuvor.

Dieses beherzte Eingreifen gilt zwar als einer der Gründe, weshalb die amerikanische Wirtschaft die Krise bald endgültig hinter sich lassen dürfte. Bernanke und die Fed sehen sich jedoch zugleich heftiger Kritik in Öffentlichkeit und Politik ausgesetzt. Viele werfen der Fed vor, die Krise nicht verhindert zu haben, und wollen einen weiteren Machtzuwachs der Zentralbank verhindern. In der sehr emotional geführten Debatte in den USA wollen nicht wenige die Fed unter Kuratel des Kongresses stellen und ihr damit de facto ihre geldpolitische Unabhängigkeit nehmen.

In einer Liga mit Obama, Bill Gates & Bono
Das "Time" Magazin veröffentlicht jährlich eine Liste der besonders einflussreichen Persönlichkeiten. In früheren Jahren waren dies zum Beispiel die Crew von Apollo 11, die als erste Menschen den Mond betraten, Microsoft-Gründer Bill Gates, der Pop-Musiker und Umweltaktivist Bono oder New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani. 2008 zierte US-Präsident Barack Obama die Titelseite des Magazins. In diesem Jahr lies Notenbankchef Bernanke unter anderem den Oberkommandieren den Nato-Streitkräfte in Afghanistan, den US-General Stanley McChrystal, und Sprintweltrekordler Usain Bolt aus Jamaika hinter sich.
(apa/red)

17.12.2009 10:00
antikapitalist, 17. 12. '09 10:45
HAHAHAHAHAHAHA
DAS IST ABER DER WITZ DES JAHRES!!!...BONO---BITTE WEHRE DICH!!!!