Kärnten wird sich mit Hypo beschäftigen:
Landtag entscheidet sich für U-Ausschuss
- Neo-Freiheitlicher Scheuch verteidigt Kärntens Politik
- Alle Fraktionen stimmen für "lückenlose Aufklärung"

·Das Milliardengrab des Jörg Haider
NEWS: Hypo treibt ein
Land in den Beinahe-Ruin
·Jörg Haider und das Milliardengrab Hypo
VIDEO: NEWS-Redakteur
Leeb über die Akte Hypo
·"Landeshauptmann
wollte Geld sehen"
Ex-Hypo-Boss über Polit-
Einfluss unter Jörg Haider
·Pröll: "Habe die Nase schön langsam voll"
Hypo: Finanzminister übt Kritik am Land Kärnten
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Kärntner Landeshauptling nimmt Mund wieder voll
·'Jeder Beleg in dieser
Bank wird beleuchtet'
Regierung verspricht in
Causa Hypo Aufklärung
·Hypo-Debakel kostet ihn den Chefsessel
BayernLB-Boss Kemmer räumt seinen Posten
·"Verstaatlichung war
eine Notwendigkeit"
Republik wird das Hypo-
Schlamassel ausbaden
·Das Rettungspaket für die Hypo im Detail
GRAFIK: Wer wie viele Millionen dazu beisteuert
Die Hypo wird die Kärntner Politik noch länger beschäftigen: Der Landtag beschloss nach Antrag der SPÖ einstimmig die Errichtung eines Untersuchungsausschusses, bei die Vorgänge rund um die Hypo Alpe Adria geklärt werden sollen.
Der seit gestern zu den blauen Orangen gehörende Klubobmann Kurt Scheuch blieb bei der Linie seiner Partei, sie habe in den Verhandlungen am vergangenen Wochenende die Rettung der Bank erreicht und ein für Kärnten gutes Ergebnis erzielt. Die Kritik der SPÖ qualifizierte Scheuch als "Schwachsinn" ab. SPÖ-Chef Reinhart Rohr sprach erneut von einem "Debakel" und einem Milliardengrab.
Für die ÖVP verteidigte Klubobmann Stephan Tauschitz die Haltung seiner Partei und warf der SPÖ vor, für die riesigen Landeshaftungen mitverantwortlich gewesen zu sein. Der Landessprecher der Grünen, Rolf Holub, kritisierte Freiheitliche und ÖVP, die den Niedergang der Hypo verantworten müssten.
Der U-Ausschuss soll erneut die Vorgänge rund um den Verkauf der Hypo Group an die Bayerische Landesbank vor zweieinhalb Jahren untersuchen. Alle Fraktionen beteuerten, sich für "lückenlose Aufklärung" einsetzen zu wollen. Beim ersten U-Ausschuss im Sommer 2007 waren zwar zahlreiche Zeugen geladen worden, vom Ex-Vorstandschef Wolfgang Kulterer über seine Nachfolger Siegfried Grigg und Tilo Berlin bis hin zum damaligen BayernLB-Chef Werner Schmidt. Auch Jörg Haider sagte aus, ebenso ÖVP-Obmann Josef Martinz. Die Ergebnisse waren dünn, man konnte sich auch nicht auf einen gemeinsamen Schlussbericht einigen. So gab es am Ende jede Menge Papier, aber kaum Erkenntnisse.
(apa/red)
