Montag, 14. Dezember 2009

"Massive Gefährdung wurde vermieden":
OeNB-Gouverneur Nowotny begrüßt Lösung

  • Geordnete Restrukturierung der Hypo jetzt notwendig
  • Finanzmarkaufsicht sieht Grundlage dafür gelegt

Nationalbankgouverneur Ewald Nowotny hat die Einigung über die Zukunft der Hypo Alpe Adria begrüßt. Die Lösung sei im Interesse Österreichs, "sowohl im nationalen wie auch internationalen Rahmen". Denn die Hypo spiele "eine wichtige Rolle in Österreich und in Südosteuropa". Nun sei sichergestellt, dass "eine absolut notwendige, geordnete Restrukturierung der HGAA in Angriff genommen werden kann", schreibt er in einer Aussendung.

"Sowohl für die Privatkunden wie auch für die gesamte Wirtschaft Österreichs konnte damit eine massive Gefährdung zu einem kritischen Zeitpunkt vermieden werden", so Nowotny. "Diese Lösung ist zweifellos im Interesse aller Österreicherinnen und Österreicher, da eine Insolvenz mit deutlich höheren Kosten für den Steuerzahler verbunden gewesen wäre" sagte Nowotny, der die Gefahr einer Insolvenz als gebannt ansieht. Allerdings sei die Bank "nicht einfach", Altlasten müsse man "exakt und seriös aufarbeiten".

Auch die Finanzmarktaufsicht (FMA) geht davon aus, dass durch die Verstaatlichung der Hypo "diese systemrelevante Finanzgruppe nachhaltig stabilisiert" werde. Die Einigung bilde "eine feste Grundlage, um die unumgängliche Restrukturierung der Hypo Group Alpe Adria geordnet und ohne Erschütterungen für die Stabilität der Finanzmärkte in Österreich aber auch in Zentral-, Ost- und Südosteuropa durchführen zu können", so der FMA-Vorstand.

(apa/red)

14.12.2009 09:52