Mittwoch, 16. Dezember 2009

Usain Bolt stößt in neue Dimensionen vor:
100-Meter-Weltrekord erneut pulverisiert

  • 9,58 Sekunden: Neue 100-Meter-Traummarke
  • Tyson Gay und Asafa Powell haben keine Chance

Der 100-Meter-Sprinter Usain Bolt hat am Sonntagabend im Olympiastadion von Berlin seinen eigenen Weltrekord von 9,69 Sekunden zertrümmert und auf 9,58 geschraubt. Der Jamaikaner ließ dem nationalen Rekord laufenden US-Amerikaner Tyson Gay (9,71) und seinem Landsmann Asafa Powell (9,84) nicht den Funken einer Chance.

Ende des Rennens hatte man den Eindruck, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre, denn Bolt hatte sich einen Seitenblick wieder nicht verkneifen können. "Das ist das beste Publikum, das ich je erlebt habe, es hat mir so viel Energie gegeben", sagte Bolt nach der Ehrenrunde ins Stadion-Mikrofon. "Schneller war es heute nicht möglich", meinte Bolt, der Augenmerk auf den Start gelegt hatte, der auch klappte: "Mein Trainer wird nichts finden, mit dem er unzufrieden sein könnte, ich bin großartig gelaufen und habe alles umgesetzt. Ein Rennen wie erträumt."

Und alles haben es gesehen, was da Unglaubliches passierte. Auch die Konkurrenz: "Ich bin ein bisschen traurig, ich habe gedacht, dass ich näher dran bin an ihm. Es ist das Beste, das ich jemals abgeliefert habe, mehr ging einfach nicht. Was er geleistet hat, war einfach phänomenal", zeigte sich Gay, der im Vorfeld die größeren Töne gespuckt hatte, als fairer Verlierer.

Deutschland jubelt über Edelmetall
Im Siebenkampf hat die Ära nach Karolina Klüft begonnen. Den Titel holte sich mit der Jahresweltbestleistung von 6.731 Punkten die Britin Jessica Ennis, Silber ging an die Deutsche Jennifer Oeser (6.493), die in den abschließenden 800 m zu Sturz gekommen war, sich aber schnell wieder aufgerichtet hatte. Bronze gewann die Polin Kamila Chudzik (6.471). Auch im Kugelstoß der Frauen gab es eine Silbermedaille für das Gastgeberland, hinter der Neuseeländerin Valerie Vili, die mit 20,44 m ihren Osaka-Titel erfolgreich verteidigte, landeten Nadine Kleinert (20,20) und die Chinesin Gong Lijiao (19,89). Das Gehen bei den Frauen bleibt fest in russischer Hand, Olga Kaniskina verteidigte in 1:28:09 Stunden ihren Titel erfolgreich.

(apa/red)

16.12.2009 17:09