Paukenschlag erschüttert Weltklimagipfel:
Konferenzpräsidentin erklärt ihren Rücktritt
- Nachfolger von Hedegaard wird dänischer Premier
- Entwicklungsländer drohen mit Scheitern des Gipfels

·Feilschen ums Klima
bis zur letzten Minute
Gipfel in Kopenhagen dauert länger als geplant
·Drei Österreicher in Kopenhagen verhaftet
Ausschreitungen bei UN-
Klimakonferenz. BILDER!
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Reiche Staaten sollen ihre
CO2-Ziele höherstecken
Die Präsidentin der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen, Connie Hedegaard, hat ihren Rücktritt erklärt. Neuer Konferenzleiter wird der dänische Ministerpräsident Rasmussen werden. Hedegaard soll aber weiterhin für die Koordination informeller Beratungsrunden zuständig sein.
Die Entwicklungsländer drohen unterdessen mit einem Scheitern des Klimagipfels, wenn die Industriestaaten keine kurzfristigen und langfristigen Finanzhilfen zusagen. Der Sprecher der in der Gruppe G77 zusammengeschlossenen Länder, Lumumba Stanislaus Di-Aping, reagierte mit einer entsprechenden Ankündigung in Kopenhagener Medien auf Äußerungen von UNO-Generalsekretär Ban.
Ban hatte erklärt, es sei auch ein Abkommen ohne langfristige Finanzzusagen denkbar. Di-Aping sagte der Zeitung "Politiken" dazu: "Es müssen konkrete Beträge auf den Tisch. Eine andere Sicherheit gibt es für uns nicht." Die Industriestaaten haben bisher den Löwenanteil des globalen Temperaturanstiegs verursacht, unter dessen Folgen die ärmeren Länder am meisten zu leiden haben. Vor allem die USA wehren sich gegen langfristige Finanzzusagen an die Entwicklungs- und Schwellenländer.
Hunderte Demonstranten sind unterdessen nach Angaben der dänischen Polizei zum Ort des Klimagipfels gezogen, um die Gespräche zu unterbrechen. Die Protestierenden erklärten, sie wollten die Konferenz übernehmen und in eine "Volksversammlung" verwandeln. Die Polizei versuchte, dem Protestzug den Zugang zum Bella Center zu verwehren, wo die Verhandlungen stattfinden.
(apa/red)
