Beim Weltklimagipfel geht nicht viel weiter:
Entwicklungsländer blockieren Verhandlung
- Reiche Länder sollen ihre CO2-Ziele höherstecken
- Österreich hinkt im internationalen Vergleich nach

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Die Entwicklungsländer einschließlich China und Indien haben zeitweilig die Verhandlungen über das geplante Weltklimaabkommen blockiert, um die Industrieländer zu ehrgeizigeren Zielen zu drängen. Aus Sicht von Beobachtern ist trotz des Streits noch nichts verloren. Nach einer mehrstündigen Unterbrechung kehrten die afrikanischen Delegationen schließlich an den Verhandlungstisch zurück.
In Kopenhagen verhandeln 192 Länder über ein Abkommen, um eine Klimakatastrophe abzuwenden. Es soll bis Ende der Woche zumindest in Eckpunkten stehen. Etwa 135 Entwicklungsländer unter Führung einiger afrikanischer Nationen weigerten sich jedoch zunächst, in den Arbeitsgruppen weiter zu reden.
"Derzeit passiert hier nichts" ...
... sagte Zia Hoque Mukta, ein Delegierter aus Bangladesch. Die Entwicklungsländer forderten, die Emissionsziele der Industrieländer ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen, bevor die Gespräche wieder aufgenommen werden können. Sie wollten durchsetzen, dass das Kyoto-Protokoll auch für die Zeit nach 2012 fortgeschrieben wird.
Das Protokoll sieht nur für die Industrieländer verbindliche Klimaziele vor. Die Industrieländer wollen dagegen ein völlig neues Abkommen, das auch Schwellen- und Entwicklungsländern Pflichten auferlegt - allerdings geringere als den reichen Staaten.
Österreich hinkt hinterher
Österreich steht beim Klimaschutz im internationalen Vergleich indes nach wie vor schlecht da: Im aktuellen Ranking der Umweltorganisation Germanwatch liegt die Alpenrepublik auf einer 60-stufigen Skala auf Platz 42 und rangiert damit deutlich im hinteren Drittel. Verglichen werden dabei die weltweit größten CO2-Verschmutzer, die nach Emissionstrends, -niveau und Maßnahmen der Politik bewertet werden. Ganz vorne liegt in diesem Jahr Brasilien - allerdings nur auf Platz vier, weil die Plätze eins bis drei gar nicht vergeben wurden.
(apa/red)
