US-Filmkritiker prämieren Christoph Waltz: Österreicher brilliert in Tarantino-Film
- Verband der Kritiker verleiht ihm Darstellerpreis
- Regisseur Michael Haneke ging diesmal aber leer aus
Die amerikanische Filmpreissaison könnte in Österreich noch für viel Freude sorgen. Noch bevor die Nominierungen für die Golden Globes bekanntgegeben wurden, erhielt Christoph Waltz vom Verband der Filmkritiker den Preis als bester Nebendarsteller für seine Rolle als charmant-schauriger SS-Mann in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds".
Regisseur Michael Haneke, der schon beim Europäischen Filmpreis mit drei Auszeichnungen triumphiert hatte, musste dagegen seiner US-Kollegin Kathryn Bigelow im Rennen um die beste Regie den Vortritt lassen. Bigelows Kriegsfilm "Tödliches Kommando - The Hurt Locker" wurde am Sonntag in Los Angeles zum besten Film des Jahres gekürt. Auch in der Kategorie "bester ausländischer Film" landete Haneke nur auf Rang zwei hinter dem französischen Drama "Summer Hours".
Bei den Schauspielerpreisen waren sich die beiden Kritikerverbände aus Los Angeles und Boston nur in den Nebenrollen einig. Ebenso einhellig wie die Entscheidung für Christoph Waltz fiel jene für die Komikerin Mo'Nique für ihre Rolle als Mutter am Rande des Abgrunds im von Oprah Winfrey produzierten Independent-Film "Precious". Bei den Hauptdarstellern setzten sich Hollywoods Filmkritiker mit ihrer Wahl für Jeff Bridges als abgewrackten Country-Sängers in "Crazy Heart" durch. Die Boston Society of Film Critics behielt dafür mit der Belgierin Yolande Moreau für "Seraphine" die Oberhand.
Die Kritikerpreise werden am 16. Jänner in Los Angeles zum 35. Mal vergeben. Einen Tag später werden die Golden Globes im Rahmen einer live im Fernsehen übertragenen Gala-Show zum 67. Mal verliehen.
(apa/red9

