DOMINIQUE MEYER: Startet 2010 mit neun Opern- und Ballettpremieren in die 1. Saison
- NEWS: Kulturperson des Jahres 2010 mit neuen
- spektakulären Plänen für die Wiener Staatsoper

In der Ära Dominique Meyer wird es eine bis dahin beispiellose Zahl an Opern- und Ballettpremieren geben: Das erklärt der ab September 2010 amtierende Direktor der Wiener Staatsoper in einem Interview für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe, in der er als Kulturperson des Jahres 2010 präsentiert wird.
Die Direktion Meyer beginnt mit sechs Opern- und drei Ballettpremieren
(jene in der Volksoper nicht gerechnet). Das Ballett soll vollkommen in den Spielbetrieb integriert werden. So übernimmt Generalmusikdirektor
Franz Welser-Möst selbst eine Ballettpremiere, nämlich Richard Strauss Josefslegende. Die Saisonpläne bis Juni 2013, sämtliche Premieren für 2013/14 und drei für 2014/15 stehen fest.
Ein Hauptvorhaben der neuen Direktion gilt Neuproduktionen aller Hauptwerke Mozarts, beginnend mit Figaro. Welser-Möst übernimmt dabei die drei Da-Ponte-Opern. Außerdem wird der Generalmusikdirektor einen Zyklus der fünf zentralen Werke Janaceks leiten.
Weitere Atouts: ein Ring-Zyklus 2011 und ein neuer Lohengrin 2014 unter Thielemann; jährliche Auftritte mit insgesamt zwei bis drei Premieren des Tenors Jonas Kaufmann; umfangreiche Premierenpläne mit Elina Garanca, beginnend mit Anna Bolena an der Seite Anna Netrebkos in der ersten Saison.
Nur noch eine Saison erlebt das Kinderopern-Zelt auf dem Dach. Dann soll die neue Probebühne (vielleicht im Arsenal) fertig und das große Haus untertags frei für Kindervorstellungen sein. Meyer hat in seinen zehn Pariser Jahren 230.000 Kinder willkommen geheißen und dabei Raritäten wie Brittens Schornsteinfeger gespielt, mit Kindern auf der Bühne und mit Chören aus dem Zuschauerraum, die das kleine Publikum zuvor in der Schule einstudiert hatte. Ähnliches plant Meyer nun für die Staatsoper.
Meyer macht deutlich, dass man, auch für den Kollektivvertrag der Philharmoniker, mehr Geld benötigt. Ja, wir sprechen mit dem Orchester, dass wir mehr Proben kriegen. Das ist eine finanzielle Frage, und das Orchester ist nicht so gut bezahlt. Wir brauchen mehr Geld, so viel ist klar. Und für mich als Ausländer ist es schon bemerkenswert, dass die Staatsoper mit Orchester, Chor und Ballett nur zwei Millionen mehr bekommt als das Burgtheater.
Alles über Dominique Meyer lesen Sie jetzt in NEWS 51/09

