Das Sport-Jahr

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10.12.2009 16:45

Unregelmäßigkeiten bei Geldflüssen: Olympia-Affäre überschattet ÖOC-Jahr

  • Salzburg-Bewerbung: Viele Fragen noch offen
  • Wallner und Jungwirth legen ihre Ämter nieder

Mehr als zwei Jahre liegt die gescheiterte Bewerbung Salzburgs um die Olympischen Winterspiele 2014 bereits zurück, dennoch sind strafrechtlich wie politisch viele Fragen ungeklärt. 2009 kommen angebliche Unregelmäßigkeiten von Geldflüssen zwischen dem Olympia-Förderverein und dem Salzburger Bewerbungs-GmbH ans Tageslicht. Ein Rückblick auf die wichtigsten Ereignisse der Olympia-Affäre.

23. Jänner 2009: 150.000 Euro sind verschwunden, berichtet der "Kurier". Von jenen 300.000 Euro, die im Februar 2007 von der GmbH an den Verein geflossen waren, seien 150.000 Euro nie zurückbezahlt worden. Es habe sich um ein Darlehen gehandelt, hieß es aus dem Büro von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

30. Jänner 2009: Sportminister Noorbert Darabos kündigt eine Überprüfung des ÖOC an.

2. Februar 2009: Die Staatsanwaltschaft Salzburg nimmt wegen der Medienberichte und nach einer Anzeige des BZÖ-Abgeordneten Peter Westenthaler Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue auf, diese werden später gegen fünf Personen konkretisiert: die ehemaligen Geschäftsführer der Salzburger Winterspiele GmbH, Fedor Radmann und dessen zwei Nachfolger Gernot Leitner und Rudolf Höller, sowie den früheren ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth und den damaligen Olympia-Berater Erwin Roth.

13. Februar 2009: Leo Wallner wird für vier weitere Jahre als Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees gewählt. Der Niederösterreicher, der seit 12. Dezember 1990 an der ÖOC-Spitze steht, wird bei der Hauptversammlung einstimmig in seiner Funktion bestätigt. Wallner erlebt danach rund um die Olympia-Affäre ein turbulentes halbes Jahr an der Verbandsspitze und kündigt im September seinen Rücktritt an.

28. Februar 2009: Mit Generalsekretär Heinz Jungwirth tritt nach über 26 Jahren ein in jeder Beziehung gewichtiger Funktionär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) zurück. Er gab dem Druck der Medien und der Politik nach, nachdem diese ihn in Zusammenhang mit angeblichen Unregelmäßigkeiten von Geldflüssen zwischen dem Olympia-Förderverein und dem Salzburger Bewerbungs-GmbH für die Winterspiele 2014 in die Enge getrieben hatten.

31. August 2009: "Salzburger Nachrichten" und "Kurier" enthüllen, dass Millionenbeträge für Berater ausgegeben worden seien, so 1,2 Mio. Euro an den Lobbyisten Erwin Roth.

2. September 2009: Bürgermeister Heinz Schaden bestreitet Aussagen Roths und Jungwirths, dass der Förderverein auf seine Anregung gegründet worden sei, um so die Kontrollinstanzen zu umgehen.

23. September 2009: Karl Stoss wird Nachfolger des scheidenden Leo Wallner als Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees. Langzeitboss Wallner tritt Ende Oktober zurück.

(apa/red)

10.12.2009 16:45
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