ÖVP ist bei der EU-Wahl die Nummer 1:
Volkspartei holt sich Spitzenplatz zurück
- 7. Juni: Konservative fahren auch insgesamt Sieg ein
- Barroso für weitere Amtszeit Kommissionspräsident

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Die EU-Wahl in Österreich kennt einen großen Verlierer. Die SPÖ stürzt auf das historische Tief von 23,7 Prozent und ist damit weit vom 2004 errungenen Platz eins entfernt. Den holte sich die ÖVP zurück. Sie kommt mit Einbußen auf 30,0 Prozent und darf sich somit Nummer 1 in Europa-Angelegenheiten nennen. Und auch in der gesamten Union können die konservativen Parteien einen klaren Sieg einfahren.
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Eigentlicher Wahlsieger in Österreich ist aber Hans-Peter Martin, der mit seiner Bürgerliste nochmals zulegt und 17,7 Prozent erreicht. Die FPÖ verdoppelt ihren Wähleranteil auf 12,7 Prozent, die Grünen verlieren auf 9,9 Prozent, das BZÖ verpasst den erstmaligen Einzug ins Europaparlament.
Auch innerhalb der gesamten Union fahren die konservativen Parteien einen klaren Sieg ein. Die Europäische Volkspartei (EVP) erobert 265 der 736 Sitze im EU-Parlament und stellt damit trotz Verlusten weiterhin die mit Abstand stärkste Fraktion, vor allem deshalb, weil die Sozialdemokraten Europa-weit schwere Verluste hinnehmen und sich mit 184 Parlamentssitzen zufrieden geben müssen. EU-Skeptiker und rechte Protestparteien erzielen in einigen Staaten deutliche Zuwächse.
Zwei Tage nach der EU-Wahl wird José Manuel Barroso offiziell für eine zweite Amtszeit als EU-Kommissionspräsident nominiert. Trotz Widerständen seitens der Sozialdemokraten und Grünen wird der Portugiese vom Europäischen Parlament am 16. September für die nächsten fünf Jahre wiedergewählt.
(apa/red)










