Israel marschiert in Gaza ein: Dreiwöchige Offensive fordert 1.400 tote Palästinenser
- 3. Jänner: Reaktion auf Raketenbeschuss der Hamas
- UNO: Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten

·UNO wirft Israel Kriegsverbrechen vor
Gaza: Einsatz von Gewalt war unverhältnismäßig
·Schock-Berichte über
Offensive im Gaza
Soldaten feuerten damals
wahllos auf Zivilisten
Als Antwort auf andauernden Raketenbeschuss durch die Hamas startet Israel die Militäroffensive "Gegossenes Blei", die am 18. Jänner 2009 mit einer Waffenruhe endet. Mehr als 1.400 Palästinenser sowie 13 Israelis verlieren dabei ihr Leben, die UNO kritisiert im Goldstone-Bericht Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten.
Vorbereitet durch zahlreiche Luftangriffe startet die israelische Armee am 3. Jänner ihre Bodenoffensive "Gegossenes Blei". Bei teilweise schweren Gefechten mit der Hamas wird unter anderem auch eine Schule der Vereinten Nationen zerstört. Zahlreiche internationale Stimmen fordern vergeblich einen Rückzug der Israelis aus dem Gazastreifen.
Am 18. Jänner rufen beide Seiten eine Waffenruhe aus, die Bilanz ist verheerend: Über 1.400 Palästinenser verlieren ihr Leben, die Infrastruktur im Gazastreifen ist großteils zerstört und die Friedensbemühungen im Nahen Osten erhalten einen großen Dämpfer.
Das Nachspiel folgt im November: Die UNO-Vollversammlung nimmt mit großer Mehrheit den Goldstone-Bericht über Menschenrechtsverletzungen im Gaza-Konflikt an. Nach zweitägigen Debatten unterstützen 114 Mitgliedsstaaten eine von den arabischen und blockfreien Ländern eingebrachte entsprechende Resolution, die Israel und die Palästinenser auffordert, binnen drei Monaten "unabhängige, glaubwürdige und internationalen Standards entsprechende" Untersuchungen zu möglichen Menschenrechtsverletzungen einzuleiten. Die israelische Regierung, die mit der Offensive die anhaltenden palästinensischen Raketenangriffe auf israelisches Gebiet beenden wollte, lehnt den Goldstone-Bericht als "einseitig und ungerecht" ab.
(apa/red)










