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13.12.2009 17:36

Schweres Erdbeben erschütterte Italien:
294 Menschen bei Katastrophe gestorben

  • Region Abruzzen: Zehntausende Bewohner obdachlos
  • Erdstöße der Stärke 6,3: Zahlreiche Gebäude zerstört

Bei einem schweren Erdbeben in der mittelitalienischen Region Abruzzen sind 294 Menschen ums Leben gekommen, darunter mehrere Kinder. Hunderte Personen wurden verletzt und befanden sich in Krankenhäusern der Städte um die Abruzzen-Hauptstadt L'Aquila, berichtete der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi.

Bis zu 15.000 Gebäuden sind von den Erdstößen der Stärke 6,3 nach Richter beschädigt worden. Zehntausende Personen wurden obdachlos und mussten in Zelten untergebracht werden. 11.669 Helfer standen im Einsatz. "Die Rettungsaktion hat trotz der schwierigen Bedingungen sehr gut funktioniert. Der Einsatz der Rettungseinheiten ist beispielhaft", sagte Berlusconi.

Veraltete Gebäude
Der bekannte Geologe Mario Tozzi machte die veralteten Gebäude in der Region für die hohe Opferzahl verantwortlich. "Nicht die Erdbeben, sondern die Gebäude, die einstürzen, verursachen die Todesopfer. In Italien sind die Objekte veraltet und in schlechtem Zustand.", betonte Tozzi.

Etwa zwölf Mrd. Euro werde der Wiederaufbau in der Region kosten, sagte Innenminister Roberto Maroni. Er versicherte, dass dieser zügig voranschreiten werde. "Es wird nicht ein Jahrzehnt dauern, aber bestimmt einige Jahre", erklärte er.

(apa/red)

13.12.2009 17:36
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