Inzest-Drama von Amstetten: Horrorvater Josef Fritzl zu lebenslanger Haft verurteilt
- Prozessurteil am 19. März: Einweisung in eine Anstalt
- Tochter jahrelang gefangen gehalten und missbraucht

Das Inzest-Drama von Amstetten erregte aufgrund seiner Dimension weltweit Interesse. Josef F. (damals 73) wurde am 27. April 2008 unter dem Verdacht festgenommen, seine Tochter im Alter von 18 Jahren in den Keller seines Hauses gesperrt und dort 24 Jahre lang gefangen gehalten und missbraucht zu haben.
In diesem Zeitraum zeugte er mit seinem Opfer sieben Kinder, eines starb bei der Geburt. Dafür musste sich der Mann unter anderem im März dieses Jahres auch wegen Mordes vor Gericht verantworten. Am 19. März 2009 wurde er zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher verurteilt. Sowohl die Aufdeckung als auch der Prozess in St. Pölten sorgten für enormen internationalen Medienrummel.
Die heute 43-jährige Tochter wurde zusammen mit ihren Kindern, von denen Josef F. drei im Kleinkindalter aus dem Keller in seine eigene Familie geholt hatte, monatelang in einer Klinik betreut und abgeschirmt. In der Folge sollte mit neuer Identität der Start ins normale Leben ermöglicht werden.
(apa/red)










