Amoklauf an Realschule in Winnenden:
17-jähriger Tim K. erschoss 15 Menschen
- 11.März: Täter richtete sich nach Massaker selbst
- Amokläufer war in psychiatrischer Behandlung

·Winnenden: Trauer um die Opfer der Tat
BILDER: Eine Ortschaft verarbeitet das Trauma
·Das Minutenprotokoll der Wahnsinnstat
9:30 Uhr: Der 17-jährige Tim K. eröffnet das Feuer
·Muster für Amok- läufe immer ähnlich
Ohnmacht, Misserfolge und Isolation sind schuld
·Ruf nach Gewaltspiel-
Verbot wird lauter
Auch Waffenrecht wieder im Visier der Kritik
Entsetzliches Massaker in der baden-württembergischen Provinz in Deutschland: Ein 17-jähriger erschoss in einer Realschule in Winnenden bei Stuttgart 15 Menschen. Nach einem Feuergefecht mit der Polizei nahm sich Tim K. schließlich das Leben.
Der 17-jährige Tim K. stürmte laut Polizei mit einem dunklen Tarnanzug bekleidet in die Albertville-Realschule in Winnenden, wo er in kurzer Zeit insgesamt neun Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren und drei Lehrerinnen erschoss. Auf seiner Flucht erschoss der Täter vor einem psychiatrischem Krankenhaus einen Beschäftigten der Klinik. Danach zwang er laut Polizei einen Autofahrer, ihn ins 30 Kilometer entfernte Wendlingen zu fahren. Dort ließ er den Fahrer frei.
Selbstmord nach Bluttat
Vor einem Autohaus stellte die Polizei schließlich den Amokläufer. Bei einer Schießerei tötete er einen 36-jährigen Mitarbeiter des Autohauses und einen 46-jährigen Kunden. Bei einem Schusswechsel sei er von der Polizei angeschossen worden und habe anschließend seine Waffe gegen sich selbst gerichtet, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Polizisten erlitten schwere Verletzungen.
Die Tatwaffe, eine großkalibrige Pistole, hatte der Jugendliche laut dem Stuttgarter Polizeipräsidenten Konrad Jelden aus seinem Elternhaus. Der Vater besaß demnach als Mitglied eines Schützenvereins legal 16 Waffen. Der Täter habe zudem 50 Schuss Munition mitgenommen, sagte der Polizeipräsident.
Amokläufer war in psychiatrischer Behandlung
Tim K. war seit 2008 wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung. Er sei zeitweise auch stationär behandelt worden, sagte Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech. Die Therapie sollte in einer Klinik in Winnenden fortgesetzt werden, wurde vom Täter aber abgebrochen. Der 17-jährige Amokläufer von Winnenden war nach Angaben des von Rech im Umgang mit Schusswaffen sehr geübt. Er war Gastschütze im Schützenverein seines Vaters.
(apa/red)










