Deix-Karikaturen bei der Justiz gemeldet:
"So einen Unsinn kommentiere ich nicht"
- ERSTE REAKTION des Künstlers zu den Vorwürfen
- Wiener Diakone orten Verstoß gegen Verbotsgesetz

Verstoßen Deix-Karikaturen gegen das NS-Verbotsgesetz? Dieser Meinung sind zumindest einige Diakone der Erzdiözese Wien, die deshalb der Staatsanwaltschaft Wien eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt haben. Außerdem sollen die betreffenden, im NEWS erschienenen Zeichnungen religiöse Lehren herabgewürdigt haben. Die trockene Reaktion des Künstlers: "So einen Unsinn muss ich nicht kommentieren".
In den Deix-Karikaturen zum Thema "Gott" (12. November) bzw. "Kruzifix" (19. November) soll einerseits gegen das NS-Verbotsgesetz verstoßen werden und andererseits religiöse Lehren herabgewürdigt werden (Paragraf 188 Strafgesetzbuch), wie es in einer Aussendung der Erzdiözese heißt.
Zu ersterem Vorwurf meint Manfred Deix: "So einen Unsinn muss ich nicht kommentieren. Wer meine Bilder und meine Geschichte kennt, weiß auf welcher Seite ich stehe." Die religiöse Herabwürdiung betreffend fordert der Künstler den Gegenbeweis: "Die Damen und Herren müssen mir einmal beweisen, dass Gott so nicht aussieht oder ausgesehen hat. Ich habe nur gemutmaßt."
Zum Abschluss seiner Reaktion auf die Sachverhaltsdarstellung geht Deix in die Gegenoffensive: "Offenbar gehen einzelne Mitglieder der offiziellen katholischen Kirche jetzt den Weg, den vor ihnen bereits radikale Moslems gegangen sind und verfolgen jetzt Karikaturisten..."
(red)










