Mittwoch, 9. Dezember 2009

Geschenke nötig?: David Hell über
eine eklatante Firmen-Unart

  • Spenden, das ist auch noch von der Steuer absetzbar
  • Kommentar: Was ist Ihre MEINUNG zu dem Thema?

Alle Jahre wieder … Ja, das Christkind (und nicht der Weihnachtsmann) kommt recht bald. Und auch alle Jahre wieder treffen in den Redaktionen zahlreiche Geschenke ein. Und da wären wir schon beim Thema: Präsente von Unternehmen an Journalisten. Alleine das sollte schon zu denken geben. Tut es aber nicht immer.

Vielleicht ist es auch nur der Neid, dass man nicht mit einem Montblanc-Füllhalter bedacht wird oder mit zwei Flaschen Rotwein um 90 Euro oder mit dem neuesten Handy. Vielleicht ist es aber auch nur die Abneigung gegenüber dem, was sich der Schenkende vom Beschenkten künftig zu erwarten vorstellt. Die schlichte Frage: Welchen Zweck verfolgt das Geschenk? Ich habe mir folgende drei Handlungsarten im Laufe der Jahre angeeignet. Erstens: Ich schicke das Geschenk wieder retour an den Absender (bei hohem Wert = mehr als 50 Euro). Zweitens: Ich verschenke es im Ressort an die, die sonst nicht viel zu verschenken haben. Und drittens: Ich schmeiße es einfach weg. So wie den Taschenkalender mit güldener Namenszeile am Cover – sorry. Das alles schreibe ich nicht, weil ich mich so integer und ethisch einwandfrei fühle. Nein, weil es mich einfach beschämt. Mein Appell: Spendet bitte für die Hilfsbedürftigen – das ist am Ende auch noch steuerlich absetzbar.

9.12.2009 12:54