Freitag, 11. Dezember 2009

Der Pleitegeier kreist um die Akropolis:
Griechenland muss harten Sparkurs fahren

  • Regierungschef kündigt drastische Maßnahmen an
  • Öffentlichkeit befürchtet "Spar- und Steuersturm"

Die Griechen machen sich angesichts einer drohenden Staatspleite auf noch nie dagewesene Sparmaßnahmen gefasst. In der gesamten griechischen Presse war die Rede von einem "Steuer- und Sparsturm" der auf das Land zukomme. Zuvor hatte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou seinen Kollegen beim Gipfeltreffen der Europäischen Union (EU) in Brüssel versprochen, drastische Maßnahmen für die Rettung der griechischen Wirtschaft zu treffen und dies aus eigenen Kräften zu schaffen.

Als mögliche Maßnahmen nennen Kreise des Athener Finanzministeriums die Einfrierung der Gehälter für mindestens drei Jahre, die Abschaffung von Überstunden im öffentlichen Bereich und die Versetzung überflüssiger Beamten in anderen Behörden. Für je 50 in Pension gehende Beamte sollen demnach nur noch 15 neue angestellt werden. Eine Sondersteuer soll künftig auf alle Immobilien erhoben werden, die mehr als 200 Quadratmeter groß sind. Zudem sollen die indirekten Steuern für Tabak, Spirituosen und Treibstoffe drastisch erhöht werden. Diese seien nur einige Maßnahmen, die sehr schmerzhaft sein würden, berichtete die Athener Zeitung "Apogevmatini".

Wege aus dem Staatsbankrott
Die politische Elite Griechenlands will bei einem großen Krisentreffen gemeinsam nach Wegen suchen, wie eine mögliche Staatspleite des hochverschuldeten Euro-Landes abgewendet werden kann. Der Präsident der Republik Griechenland Karolos Papoulias bezeichnete das Gespräch als "national notwendig". Das Krisentreffen unter seinem Vorsitz wird in den kommenden Tagen stattfinden. "Danach wird der Steuersturm kommen", hieß es in einem Kommentar des griechischen Rundfunks.

Die griechische Neuverschuldung übersteigt mit 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts die erlaubte Obergrenze von drei Prozent bei Weitem. Die Ratingagentur Fitch hat im Zuge dessen die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf BBB+ von A- herabgestuft. Zuvor hat bereits die Ratingagentur S&P davor gewarnt, dass die Bonitätsnote A- akut gefährdet sei. (apa/red)

11.12.2009 13:36
antikapitalist, 11. 12. '09 14:15
FÄLLT...
...DER ERSTE IN EUROPA,DANN IST ES WIE BEIM DOMINO! DANN IST ES NÄHMLICH VORBEI!
iounothing, 11. 12. '09 14:29
Re: FÄLLT...
Soll nichts Schlimmeres passieren! Und: nähmlich mit "h" ist dähmlich.