Regierungsspitze kommt unter Zeitdruck:
Beamtengehälter werden Regierungssache
- Rechtzeitige Einigung bis zur Nationalratssitzung?
- Von Finanzminister Josef Pröll ist nichts zu hören

·Jetzt schaltet sich der Bundeskanzler ein
Faymann lädt verärgerte Beamte zum Gespräch
·Beamten-Lohnrunde erneut ohne Ergebnis
Regierung beharrt auf Erhöhung von 0,7 Prozent
·Auch Runde fünf bringt keine Lösung
Beamten-Gehälter: 0,7% sind dem GÖD zu wenig
·Lautes Getöse bei
Beamten-Lohnpoker
Verhandlungen in der
4. Runde abgebrochen
·Situation im Handel
spitzt sich weiter zu
Nach dritter Lohnrunde
noch keine Einigung
·Metaller bekommen
1,5 % höhere Löhne
Nach vier ergebnislosen Verhandlungsrunden fix
Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hofft vor der morgigen Gehaltsverhandlungsrunde mit Regierungsspitze und Beamtengewerkschaft auf eine rechtzeitige Einigung bis zur Nationalratssitzung am Freitag, so dass die Gehaltserhöhung für die Staatsdiener mit Jänner in Kraft treten kann. Ein Abschluss wäre im Interesse aller, sonst könnte sich das ganze bis März verzögern, sagte Heinisch-Hosek.
Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka hatte nach dem wochenlangen Tauziehen zuletzt die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass die Erhöhung erst ab April gilt und dafür höher ausfällt. Das würde allerdings nichts am Gesamtvolumen ändern. Das letzte Angebot der Regierung lag bei 77 Mio. Euro (plus 0,7 Prozent), wobei Heinisch-Hosek eine sozialgerechte Verteilung favorisiert, bei der Bezieher niedriger Einkommen mehr bekommen. Die Beamten - mittlerweile ausgestattet mit einem Vorratsbeschluss für Kampfmaßnahmen - verlangen eine Abgeltung der Inflation von 0,9 Prozent sowie eine zusätzliche "Kaufkraftstärkung".
Von Finanzminister Josef Pröll war nichts zu hören. Wann das Gespräch auf höchster Ebene mit Bundeskanzler Werner Faymann und Pröll am Mittwoch genau stattfindet, ist noch immer nicht bekannt.
(apa/red)
(apa/red)
