Österreicher sparen bei den Spendengaben:
Wirtschaftskrise & Co. wirken sich heuer aus
- Der Spendenanteil ist um neun Prozent gesunken
- Steuerliche Absetzbarkeit fördert Großzügigkeit nicht

·trend: Beim Spenden
ist Knausern angesagt
23 % der Österreicher
geben heuer weniger aus
·Pröll verteilt Steuer- zuckerln an Spender
Spenden-Steuerbonus für
271 Hilfsorganisationen
Wirtschaftskrise und Co. haben offenbar auch Auswirkungen auf die Spendenfreudigkeit in Österreich: In den vergangenen zwölf Monaten haben laut einer Umfrage des Linzer Sozialforschungsinstituts Public Opinion rund 55 Prozent der 1.089 befragten Personen gespendet - dieser Anteil hat sich damit gegenüber 2008 um neun Prozent verringert. Die durchschnittliche Spendenhöhe heuer beträgt rund 78 Euro und liegt um vier Euro unter der durchschnittlichen Höhe aus dem Vorjahr, hieß es in einer Aussendung.
Einen Rückgang verzeichnete man heuer laut dem Institut bei allen Spendenformen, so z. B. bei Erlagschein-Spenden (minus sieben Prozent), beim Kauf von Abzeichen/Briefmarken/Losen für einen guten Zweck (minus sechs Prozent) oder bei Spenden bei Kirchensammlungen (minus fünf Prozent). Geld gegeben wird hingegen am meisten für Kinder und Tiere. Die steuerliche Absetzbarkeit ist übrigens kein wirklicher Spende-Grund für die Geber: Die Möglichkeit dürfte mitunter noch zu wenig bekannt sein bzw. von offensichtlich wichtiger eingeschätzten Beweggründen überlagert werden, so das Institut. Die Befragung wurde im Oktober und November durchgeführt.
(apa/red)

