Mittwoch, 9. Dezember 2009

Der Ski-Zirkus gastiert im WM-Ort: Damen
und Herren im französischen Val d'Isere

  • Herren auf der "Face", Damen auf der "Oreiller Killy"
  • ÖSV-Athleten haben mit Val d'Isere Rechnung offen

Die alpinen Skirennläufer kehren nach Val d'Isere und damit an den WM-Schauplatz vom Februar 2009 zurück. Den Auftakt machen von Freitag bis Sonntag die Herren mit einer Super-Kombination, einem Super-G und einem Riesentorlauf, von Freitag bis Sonntag nächster Woche absolvieren die Damen Super-Kombination, Abfahrt und Super-G. Für Benjamin Raich und Co. war es möglich, mit der "Face de Bellevarde" den Weltmeisterschaftshang zu präparieren, die Damen allerdings müssen von der Piste "Solaise" auf die "Oreiller Killy" in La Daille ausweichen.

Vor der diesjährigen WM hatten die letzten internationalen Rennen auf dem Berg Solaise 1968 stattgefunden, die Strecke auf dem Bellevarde war nach den Olympischen Spielen 1992 eingemottet und für die WM reaktiviert worden. Nach den Weltmeisterschaften in diesem Jahr ist man sich im 1.850 m hoch gelegenen französischen Skiort einig gewesen, dass die zukünftigen Weltcuprennen auf den WM-Schauplätzen in Szene gehen sollen. Val d'Isere ist für den ÖSV schon oft ein guter Boden gewesen, seit der Gründung des Weltcups 1967 wurden 43 Siege in Rot-Weiß-Rot (31 bei den Herren, 12 bei den Damen) eingefahren.

Sorge um das Wetter
Wetterkapriolen, Verschiebungen und Absagen sind stets ein ungeliebter Begleiter der Val d'Isere-Rennen gewesen. Vor einem Jahr, am 14. Dezember 2008, ist der Weltcup-Slalom der Herren aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, heftige Windböen und Schneeverwehungen hatte eine Austragung der WM-Generalprobe unmöglich gemacht. Kein Problem allerdings für den Tiroler Manfred Pranger, der sich zwei Monate später die Goldmedaille holte. Diese Woche ist der Torlauf nicht im Programm.

Aus österreichischer Sicht war die 40. Alpin-WM zäh verlaufen, zwei Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen waren die bescheidene Ausbeute. Für den zweiten Titel neben Pranger hatte Kathrin Zettel in der Super-Kombination gesorgt, Elisabeth Görgl (Kombi) und Andrea Fischbacher (Super-G) hatten möglich gemacht, dass die Damen erfolgreicher abschnitten als die Herren. Raich musste sich als zweiter männlicher ÖSV-Medaillengewinner mit Riesentorlauf-Silber bescheiden.

Während die "Face" also für die Weltcupläufer bereit ist, müssen die Damen mit der OK-Piste vorlieb nehmen, weil es die Schneeverhältnisse nicht anders erlaubten. Für Zettel ist es deshalb zwar die Heimkehr an den Ort ihres bisher größten Erfolges, jedoch nicht exakt an den Schauplatz. Gleich geht es Doppel-Weltmeisterin Lindsey Vonn aus den USA, die vor zehn Monaten in Abfahrt und Super-G triumphiert hatte.

Bei den Herren gingen die Titel in den auf dem Programm stehenden Disziplinen an die Schweizer Didier Cuche (Super-G) und Carlo Janka (Riesentorlauf) sowie den Norweger Aksel Lund Svindal.
(apa/red)

9.12.2009 10:21