Merkel fordert weltweites CO2-Regime: Hilfe zur Eindämmung der Erderwärmung
- "Einsparen, wo es am billigsten und einfachsten geht"
- Klimagipfel: Tausende Demonstranten wieder frei

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Gipfel sucht nach Lösung für das Klima-Dilemma
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für ein weltweites CO2-Regime zur Eindämmung des Klimawandels ausgesprochen. In einem Interview sagte Merkel, es wäre wünschenswert, "dass wir in Zukunft CO2-Zertifikate weltweit handeln und international überwachen, so dass wir CO2 dort einsparen, wo dies am billigsten und einfachsten geht".
Es habe wenig Sinn, "mit riesigen Kosten in der Stahlindustrie letzte Einsparreserven zu mobilisieren, wenn an anderer Stelle - zum Beispiel bei der Sanierung des gesamten Altbaubestandes - schneller deutlich günstigere Einsparungen erzielt werden können", so Merkel in "Bild am Sonntag".
Einschränkungen im Alltag
Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen wäre bereit, Einschränkungen im Alltag hinzunehmen, um den CO2-Ausstoß zu verringern und damit die Erderwärmung einzudämmen. Bei einer repräsentativen Emnid-Umfrage für "Bild am Sonntag" gaben 80 Prozent der Deutschen an, sie würden für den Klimaschutz beim Autoverkehr, dem Fleisch-Konsum oder bei Flugreisen Verzicht üben. Nur 19 Prozent sind demnach zu keinen Einschränkungen bereit.
An einen Erfolg des Weltklimagipfels in Kopenhagen glaubt laut "BamS"-Umfrage die Mehrheit der Deutschen aber nicht. 71 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage, ob sich die Staaten bei dem Gipfel auf Maßnahmen einigen werden, die dem Klima wirklich helfen, mit Nein. Nur 23 Prozent rechnen mit einem Durchbruch in der kommenden Woche. Der Ansicht, dass in Deutschland genug für den Klimaschutz getan werde, sind nur 40 Prozent der Bundesbürger. Für 58 Prozent reichen die Anstrengungen nicht aus.
Festgenommene wieder frei
Inzwischen sind die knapp tausend in Kopenhagen festgenommenen Klima-Demonstranten fast alle wieder frei. Wie die dänischen Behörden mitteilten, werden von 968 Betroffenen noch 13 in Arrest gehalten. Lediglich gegen drei gebe es konkrete Verdachtsmomente auf Straftaten, hieß es weiter.
An der Demonstration zum Klimagipfel hatten sich bis zu 100.000 Menschen beteiligt. Die Polizei bestätigte, dass sie so gut wie alle fast tausend Festnahmen "vorbeugend" durchgeführt habe, weil die Betroffenen sich in der Nähe einer kleinen Gruppe gewaltbereiter Demonstranten aufhielten.
(apa/red)
