Dienstag, 8. Dezember 2009

Weltklimakonferenz sucht nach Lösungen:
Ringen um die Zukunft des blauen Planeten

  • Wien unter den vier umweltschonendsten Metropolen
  • Dieses Jahrzehnt wird wohl das wärmste seit 1850
    USA erkennen Treibhausgase als umweltschädlich an

COP15 am Beginn: Durch wortreiche Appelle, politisches Geplänkel und - zum Teil - neue Daten über die Erderwärmung war der Auftakt zur Welt-Klima-Konferenz gekennzeichnet. Das erste Jahrzehnt des dritten Jahrtausends dürfte das wärmste seit 1850 sein. Die US-Umweltbehörde EPA will Grenzwerte für Treibhausgase auch ohne entsprechendes Gesetz erlassen. Wien liegt in einer Rangliste an vierter Stelle der umweltschonendsten Metropolen Europas. Österreich erhielt in Kopenhagen hingegen - gemeinsam mit Schweden und Finnland - den ersten täglichen Negativpreis von Umweltschützern mit dem Titel "Fossil of the Day" zuerkannt.

Mit einem eindringlichen Appell, die Erderwärmung gemeinsam zu bremsen, begann in Kopenhagen der Klimagipfel. Die Zeit für bloße Worte sei vorbei, sagte UNO-Klimachef Yvo de Boer in seiner Eröffnungsrede. Er forderte verbindliche Klimaschutzziele und eine sofortige Finanzzusage über zehn Milliarden US-Dollar (6,7 Milliarden Euro) jährlich von 2010 bis 2012 für die armen Länder.

Neuigkeiten gab es aus den Vereinigten Staaten: Die mächtige Umweltbehörde EPA stufte plötzlich Treibhausgase offiziell als "gesundheitsschädlich" ein. Damit könnte Präsident Barack Obama künftig notfalls auch ohne Zustimmung des bisher zögernden US-Kongresses den Ausstoß von Kohlendioxid regulieren. Diese Entwicklung wurde in Kopenhagen begrüßt. Obama hat angekündigt, nach Kopenhagen zu reisen.

Wien schneidet gut ab
Schlechte Nachricht von den Meteorologen (Welt-Meteorologen-Vereinigung WMO): Das zu Ende gehende erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends ist Messungen zufolge aller Voraussicht nach das wärmste seit Beginn detaillierter Messungen (etwa ab 1850) - wärmer auch als die 1980er- und die 1990er-Jahre. 2009 dürfte das fünftwärmste Jahr seit Beginn der Messungen werden. Gleichzeitig zeigt sich laut einer Studie mit Daten des deutschen Rückversicherers Munich Re (1990 bis 2008), sehr arme Länder wie Bangladesch, Burma, Jemen, Vietnam und die Philippinen besonders stark durch Naturkatastrophen betroffen sind. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner sprach sich für eine "Tobin-Steuer" von 0,005 Prozent auf Finanztransaktionen weltweit aus, um Geld für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern aufzutreiben.

Positiv schneidet offenbar Wien in seiner Ökobilanz ab. In einer von Siemens präsentierten Untersuchung ist in Europa Kopenhagen die umweltschonendste Metropole, dann folgen, Stockholm, Oslo, Wien und Amsterdam. Auf der anderen Seite erhielt Österreich gemeinsam mit Schweden und Finnland am ersten Gipfeltag einen "Negativpreis" von mehreren hundert Umweltorganisationen (z.B. GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF), weil es eine gemeinsame Position der EU-Staaten für die Anrechnung von Wald als Klimaschutz blockiert habe. Der "Fossil of the Day"-Preis wird laut den Organisatoren in der Form eines dampfenden Topfes mit darin "kochender" Weltkugel den jeweiligen Botschaften der betroffenen Länder in Berlin überreicht.

Die zweifelhafte Auszeichnung führte in Österreich zu parteipolitischen Stellungnahmen. Der Verband der E-Wirtschaft (VEÖ) betonte in einer Aussendung, internationale Klimaziele müssten der Motor für eine nachhaltige Stromproduktion sein. Österreichs Elektrizitätswirtschaft weise in der EU mit 170 Gramm CO2-Emission pro Kilowattstunde einen der niedrigsten Werte auf.


(apa/red)

8.12.2009 15:17
maki999, 09. 12. '09 11:28
Traurig
ich finde es immer wieder lustig wenn ich zu lesen bekomme das ein natürlicher stoff (co2) als giftig eingestuft wird *gg*
na wenn wir kein co2 mehr auf der welt haben möchten, dann sollten wir schleunigst alle planzen und lebewesen von der erde verbannen!!! den diese produzieren es ja auch *gg*
pusher23, 08. 12. '09 15:19
ihr seid lächerlich
Propaganda vom feinsten, is jo klor das news da vorne mitmischt!
founder, 08. 12. '09 09:44
Kein anderer Lebensstil nur saubere Energie
Wir müssen auf nichts verzichten, wie müssen nur radikal unser Energiesystem ändern. Nicht nur wegen dem Klima, sondern vor allem weil da Öl schnell ausgeht, siehe IEA Prognose.
http://politik.pege.org/2009-d/liste.htm
Sogar in Österreich ist mit neuer Dünnschichttechnik Solarstrom weit billiger als Diesel, in der nächsten Ölkrise wird kein Autohersteller überleben, der damit nicht werben kann.
http://auto.pege.org/2009/autowerbung-oelkrise.htm
Diese "Lebensstil Änderer" diese Träumer vom "goldenen Zeitalter der Askese" haben der Umwelt und der Wirtschaft enormen Schaden zugefügt
http://auto.pege.org/2009-mobilitaet/2-phasen-umruestung.htm