Schneefälle, Glatteis und Hochwasser: Heftiger Wintersturm stürzt USA ins Chaos
- Wintereinbruch: 16 Menschen ums Leben gekommen
- Schulen geschlossen und zahlreiche Flüge gestrichen
Geschlossene Schulen, gestrichene Flüge und tödliche Unfälle: Der massive Wintereinbruch in weiten Teilen der USA hat Tote und Verletzte gefordert und ein Verkehrschaos ausgelöst. 16 Menschen starben, die meisten bei Unglücken auf eisglatten Straßen. Der Mittlere Westen lag am Donnerstag gebietsweise unter einer bis ein Meter dicken Schneedecke. Eine Entwarnung für die nächsten Tage gibt es nicht.
Der Wintersturm traf besonders die Staaten Kansas und Montana. In den Bundesstaaten von Nebraska bis Illinois herrschte Chaos, obwohl die Menschen dort an hartes Winterwetter gewöhnt sind. Autofahrer steckten stundenlang in ihren Fahrzeugen auf den Straßen fest. Auf den Flughäfen warteten Passagiere, Hunderte Flüge waren ausgefallen. "Ein Sturm von dem Ausmaß ist wirklich selten", sagte eine Meteorologin des Nationalen Wetterdienstes.
Schnedecke bis zu einem Meter hoch
"Das ist der schlimmste Sturm, den wir seit langem erlebt haben", sagte ein Einwohner des Ortes Flagstaff in Arizona dem Fernsehsender ABC. Teilweise war die Schneedecke bis zu einem Meter hoch. In Iowa waren Hunderte Autofahrer teils die ganze Nacht in ihren Fahrzeugen gefangen. Polizei und Militär waren unermüdlich im Einsatz, um sie aus den zu Kühlschränken gewordenen Wagen zu befreien.
Zum ersten Mal seit 45 Jahren erlebten Studenten der Universität Wisconsin in Madison, dass ihre Hörsäle wegen des Wetters verschlossen blieben. "Das kommt selten vor, denn die Leute hier sind Schnee gewohnt", sagte ein Universitätssprecher.
Zahlreiche Überschwemmungen im Süden
Im Süden des Landes gab es dagegen zahlreiche Überschwemmungen. In Alabama landeten Helfer mit ihrem Gummiboot in einer Baumkrone. Sie hatten versucht, einem Autofahrer zu helfen und waren dabei weggespült worden. Ein anderer Autofahrer klammerte sich lange Zeit an einer Brücke fest, nachdem sein Auto in den Fluten eines Flusses weggespült worden war. Er konnte gerettet werden. In Louisiana gab es Dutzende von zerstörten Häusern. Der eisige Wind blies in Nashville so scharf, dass der Weihnachtsbaum vor dem Regierungsgebäude des Bundesstaats Tennessee zerbrach. Der abgeflaute Sturm zog in Richtung Kanada weiter.
(apa/red)
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