Vier Anklagen nach der Brandkatastrophe:
Genehmigung für Disco-Feuerwerk fehlte
- Zahl der Todesopfer mittlerweile auf 113 gestiegen
- Medwedew will Brandschutz-Gesetze verschärfen

·Weitere Todesfälle
nach Disko-Inferno
Brand in russischem Lokal
fordert bereits 111 Opfer
·Brand in Karaoke-Bar
forderte etliche Opfer
Mindestens 20 Menschen
auf Sumatra gestorben
·Erneuter Anschlag auf Bahn in Russland
Explosion geschah bevor Zug die Stelle erreichte
Nach der Brandkatastrophe in einem russischen Nachtclub hat die Staatsanwaltschaft vier Personen angeklagt. Dabei handelt es sich um den Eigentümer des Clubs, den Manager, den Unterhaltungschef und den Direktor einer Feuerwerksfabrik, dessen Produkte das Lokal in Brand setzten. Ihnen drohen bei einem Schuldspruch zwischen drei und sieben Jahren Haft.
Vor dem Nachtclub in Perm legten die Menschen Blumen nieder, viele Autofahrer hupten im Gedenken an die Toten. Bei Temperaturen bis zu minus 15 Grad wurden die ersten Opfer beigesetzt. Landesweit war ein Trauertag ausgerufen worden.
Unterdessen erlag eine junge Frau ihren schweren Brandverletzungen. Damit stieg die Zahl der Toten auf 113. Von den etwa 130 Verletzten, die nach dem Feuer am Samstag ins Krankenhaus gebracht worden waren, mussten noch mindestens 68 künstlich beatmet werden.
Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat das Parlament aufgerufen, die Gesetze bei Verstößen gegen Brandschutzbestimmungen zu verschärfen. Den Behörden zufolge hatten die Betreiber des Clubs mehrfach Aufforderungen ignoriert, die Vorschriften einzuhalten. Auslöser der Katastrophe in der Nacht zum Samstag war ein Feuerwerk, für das es keine behördliche Genehmigung gab.
(apa/red)
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