Tschad-Mission ist aus und vorbei: Alle Bundesheersoldaten zurück in der Heimat
- Minister Darabos: "Es war kein einfacher Einsatz"
- EUFOR seit 2008 auf humanitärer Mission im Tschad

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Die letzten im zentralafrikanischen Tschad eingesetzten österreichischen Soldaten sind nach Österreich zurückgekehrt. Verteidigungsminister Darabos zeigte sich bei ihrer Begrüßung im niederösterreichischen Götzendorf sehr zufrieden: "Es war kein einfacher Einsatz, aber wir können eine sehr positive Bilanz ziehen. Unsere Aufgabe, die Flüchtlingslager zu schützen, ist gelungen."
"Gerade Afrika wird sicherheitspolitisch immer bedeutender", meinte Darabos, der daran erinnerte, dass das Bundesheer nächstes Jahr das Jubiläum "50 Jahre Auslandseinsätze" feiert. Die erste Auslandsmission war 1960 im Kongo, bis März 2010 wird das Bundesheer noch mit Stabsoffizieren im Tschad im Einsatz sein.
Die EUFOR war im März 2008 geschaffen worden, um ein Jahr lang für den Schutz der Flüchtlinge aus dem westsudanesischem Krisengebiet Darfur sowie den Binnenflüchtlingen im Tschad zu sorgen. Im März dieses Jahres übernahm die UNO das Kommando.
Österreich beteiligte sich an dem UNO-Friedenseinsatz nicht mehr mit Kampftruppen, sondern mit einem Logistikkontingent von bis zu 130 Bundesheer-Angehörigen. Insgesamt waren an dem von der Opposition heftig kritisierten Tschadeinsatz 1.669 österreichische Soldaten und Soldatinnen beteiligt. Die Gesamtkosten des Einsatzes belaufen sich laut Verteidigungsministerium auf 34 Millionen Euro.
(apa/red)
