US-Sondergesandter trifft in Nordkorea ein:
Erste direkte Gespräche über Atomstreit
- Sondergesandte Bosworth zu Gesprächen mit Sok-ju
- Atomwaffenversuche wegen nuklearen US-Bedrohung

·Nordkorea bastelt eifrig an Atombombe
Wiederaufbereitung von Brennstäben erfolgreich
·Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea
Geheimtreffen über ein mögliches Gipfeltreffen
Der amerikanische Sondergesandte Stephen Bosworth ist zu den ersten direkten Gesprächen mit der nordkoreanischen Regierung in Pjöngjang eingetroffen. Das meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Sein Gesprächspartner ist voraussichtlich der Erste Stellvertretende Außenminister Kang Sok-ju. Nordkorea hat immer wieder direkte Gespräche mit den USA verlangt und seine Atomwaffenversuche mit einer "nuklearen Bedrohung durch die USA" begründet. Die frühere US-Regierung von George W. Bush hatte Direktgespräche strikt verweigert.
Bosworth hatte sich zuvor in Seoul mit Vertretern der südkoreanischen Regierung abgestimmt. In Washington erklärte ein ranghoher Regierungsbeamter, Bosworth habe keine neuen Anreize für Nordkorea im Gepäck. Es gebe keine "Belohnungen", die nordkoreanische Regierung solle sich einfach daran halten, was sie zuvor zu tun versprochen habe, sagte er. Nach der scharfen Kritik an seinem militärischen Atomprogramm hat Nordkorea im April die internationalen Verhandlungen abgebrochen, an denen neben den beiden koreanischen Staaten und den USA auch China, Russland und Japan beteiligt sind. Die USA haben sich inzwischen zu direkten Gesprächen bereiterklärt, zugleich aber verlangt, dass diese zu einer Wiederaufnahme der Sechser-Verhandlungen führen müssten.
(apa/red)
