Donnerstag, 10. Dezember 2009

Katastrophen stiften Vertrauen: Österreich
glaubt im Ernstfall Regierung & Journalisten

  • Vertrauen in Staatsführung nur in Dänemark größer
  • Österreicher setzen auf Freunde, Familien & Kollegen

Die Österreicher vertrauen ihrer Regierung mehr als erwartet. Die jüngste Eurobarometer-Umfrage zeigt, dass die Österreicher bei Informationen im Fall von Katastrophen mit 55 Prozent innerhalb der EU-27 am zweitstärksten ihrer Regierung vertrauen. Spitzenreiter ist hier Dänemark mit 57 Prozent. Als Schlusslicht wird Lettland mit nur zehn Prozent Vertrauen in seine Regierung ausgewiesen. Der EU-Schnitt liegt bei 33 Prozent.

Hinter Dänemark und Österreich, das gleichauf mit Finnland auf 55 Prozent kommt, rangieren Spanien (52), Bulgarien und Zypern (je 47), Portugal (43), Luxemburg und Schweden (je 42), die Niederlande (38), Malta (37), Italien und die Slowakei (je 34), Belgien (33), Großbritannien und Irland (je 32), Estland und Rumänien (je 30), Deutschland, Griechenland und Tschechien (je 28), Frankreich und Ungarn (je 24), Polen und Slowenien (je 18), Litauen (13) und Lettland (10).

Überraschend ist auch das Vertrauen in die Journalisten. Üblicherweise rangiert diese Berufsgruppe in der Beliebtheitsskala relativ weit unten, bei der Information über Katastrophen allerdings nehmen die Journalisten in der Gunst der Österreicher im EU-Vergleich mit 42 Prozent den dritten Platz hinter Slowenien (47) und Bulgarien (45) ein. Dann folgen Portugal (39), Belgien (37), Tschechien (36), Deutschland, Irland und Lettland (je 34), Luxemburg, Polen und Finnland (je 33), Frankreich (32), Rumänien (30), Dänemark und die Niederlande (je 29), die Slowakei (28), Litauen (27), Estland (26), Großbritannien und Malta (je 25), Spanien und Zypern (je 24), Ungarn (22), Griechenland und Schweden (je 20) sowie Italien als Schlusslicht mit 18 Prozent. Der EU-Schnitt liegt bei den Journalisten bei 29 Prozent.

Vertrauen in Freunde & Familie groß
Auf dem ersten Platz liegen die Österreicher mit 26 Prozent beim Vertrauen in Freunde, Familie und Kollegen. Der EU-Schnitt liegt bei zwölf Prozent. Hinter Österreich liegt Tschechien (25), Bulgarien (23), Slowenien (21), Estland und die Slowakei (je 19), Belgien und Irland (je 16), Dänemark, Deutschland und Rumänien (je 14), Polen (13), Lettland und Portugal (je 12), Frankreich, Großbritannien, Malta und Schweden (je 11), Finnland (10), Griechenland, Luxemburg und Ungarn (je 9), Italien, die Niederlande und Spanien (je 8), Litauen (6) und auf dem letzten Platz Zypern, wo nur fünf Prozent ihrer Familie, Freunden oder Kollegen bei Informationen über Katastrophen ihr Vertrauen schenken.

Nimmt man die innerösterreichische Vertrauens-Rangordnung, liegt die Regierung mit 55 Prozent vor den Wissenschaftern (45), den Journalisten (42), den EU-Institutionen (30), Familie, Freunden und Kollegen (26) sowie Nicht-Regierungsorganisationen (21).
(apa/red)

10.12.2009 09:55
Wilfried1931, 10. 12. '09 11:24
Verwunderlich
wie man dieser Regierung einen Glauben schenken kann?? Aber Menschen glauben offensichtlich lieber als Handeln und vertrauen in alles, bis sie am Ende des Tages merken an was sie geglaubt haben. Hier gibt es in der Geschichte viele schlimme Beispiele. Am Ende des Tages werden die Menschen auch merken das diese Regierung überhaupt nichts zusammenbringt, nicht einmal im geschützten privilegierten Bereich (Beamte) sparen kann und so den Staat runieren wird, sodass kein Stein mehr auf den anderen bleiben wird. Produktive Menschen kommen bald am Ende ihrer Kräfte an und werden diesen Steuerdruck nicht mehr schaffen, am Ende bleibt nur die staatspleite
mr.sauer, 10. 12. '09 17:45
Re: Verwunderlich
gut gebrüllt Löwe. Die Beamten ruinieren bei 1 % Erhöhung den Staat, machen diesen bankrott. Gott sei Dank bleibt für uns genug Geld um weiter die Bonitäten der Generalmanager, Banker weiterzubezahlen. Die Armen haben sich ja nur um ein paar Milliarden verspeckuliert. Das kann ja jeden passieren, und wir haben das Recht darauf, weil uns das ja laut Verträgen zusteht. Es lebe die Börse und alle Makler. Uns kann nichts passieren, weil wir haben ja unsere Beamten die am Staatsbankrott schuld sind