Donnerstag, 10. Dezember 2009

Emotionen pur bei Homo-Partnerschaft:
Heftige Debatten bei Gesetzesbeschluss

  • FPÖ spricht von "Kreuzzug gegen die Familien"
  • Oppositionsblockade: Zwei Materien droht "Nein"

Homosexuelle können ab dem kommenden Jahr ihre Beziehung amtlich machen, denn der Nationalrat hat die Einführung einer "eingetragenen Partnerschaft" abgesegnet. Eine Zeremonie am Standesamt ist nicht vorgesehen, eingetragen wird auf der Bezirkshauptmannschaft bzw. am Magistrat. Die einzige Fraktion, die regelrecht Sturm gegen die Homo-Partnerschaft lief, war die freiheitliche.

Neben den Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP stimmten auch drei Abgeordnete des BZÖ und zwei der Grünen für die entsprechende Regelung, die für homosexuelle Paare sowohl mehr Rechte etwa im Pensionsrecht aber auch mehr Pflichten - beispielsweise Unterhaltspflichten - bringt.

"Kreuzzug gegen die Familien"
Einhellige Ablehnung gab es von der FPÖ. Generalsekretär Kickl sprach von einem "Kreuzzug gegen die Familien", FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sieht das Institut der Ehe "untergraben und ausgehöhlt". Beim BZÖ sagten hingegen Sicherheitssprecher Peter Westenthaler sowie die Steirer Kurt List und Gerald Grosz ja. Die Grünen beklagten, dass für Homosexuelle weiter Nachteile gegenüber der Ehe bestünden, weshalb nur Christiane Brunner und Wolfgang Zinggl symbolisch ihre Zustimmung gaben.

Frauenministerin Heinisch-Hosek, die für die SPÖ verhandelte, geht das Gesetz in einigen Punkten wie der Standesamt-Frage ebenfalls zu wenig weit. ÖVP-Justizministerin Bandion-Ortner dagegen meinte: Die Eintragung bei den Bezirksverwaltungsbehörden sei "am praktikabelsten", und die Adoptionsmöglichkeit für Homo-Paare hätte keine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.

Die Verankerung der Kinderrecht in der Verfassung ist Abend im Nationalrat erwartungsgemäß gescheitert. Die Opposition machte die Ankündigung wahr, dieser Zwei-Drittel-Materie nicht zuzustimmen. Bei der Datenschutz-Novelle ließ es die Koalition gar nicht erst dazu kommen. Per Abänderungsantrag wurden die Verfassungsbestimmungen herausgelöst - sodass für den Rest die einfache SP-VP-Mehrheit reichte. Damit wurde u.a. die Regelung zur Videoüberwachung beschlossen.

Beschlossen wurden hingegen die Einführung des Kinderbeistands in Obsorge- und Scheidungsangelegenheiten und eine Informationsmöglichkeit für Opfer von Gewalt- und Sexualstraftaten, die künftig auf Antrag erfahren, wenn die Haftentlassung des Täters bevorsteht.

(apa/red)

10.12.2009 22:29
Wien_1190, 10. 12. '09 14:24
Haha .. Politik ;)
Das ist doch lächerlich ...

News ist die Subjektivste "Nachrichtenhomepage" die ich kenne!! ... Ist ihnen schon mal aufgefallen das die "Leute" die für News die Artikel schreiben massive Vorurteile gegenüber Hrn. Strache haben??

Es kann nicht genug von der "braunen souce" dem "neo-nazi" dem "hassprediger" ... in den Artikeln stehn !!

Und soetwas nennt man objektive berichterstattung :D .... lächerlich...
voice_88, 10. 12. '09 14:30
Re: Haha .. Politik ;)
naja, aber ganz unrecht haben die damit nicht. Man muss sich nur mal ansehen was in diesen "FPÖ-Akademien" abgeht. Das ist weit rechts, viel zu weit wenn du mich fragst. Nazi ist vielleicht übertrieben. Aber er ist eindeutig der Politiker in Österreich, der am rechten äusersten Rand angesiedelt ist. Und dass das solche artikel hervorruft ist logisch, denn jeder Journalist hat seine Meinung und die Spiegelt sich in einem Artikel immer wieder. Egal ob bewusst oder nicht
voice_88, 10. 12. '09 14:31
Re: Haha .. Politik ;)
noch etwas! Wenn du voreingenommen Journalismus sehen willst, dann schau mal auf die Kronehomepage. Das ist peinlich
iounothing, 10. 12. '09 16:40
Re: Haha .. Politik ;)
Der 60. Jahrestag der Landung der Allierten in der Normandie wurde am 6. Juni 2004 in der "Kronen Zeitung" mit keinem einzigen Wort erwähnt ... Das ist subjektiv! "News" ist links - wer eine andere politische Gesinnung hat, wird sich über die "News"-Artikel folglich ohne Ende aufregen.
Bin_Maden, 10. 12. '09 17:04
Re: Haha .. Politik ;)
es ist einfach pflicht jedes verantwortungsbewussten österreichers, den blauen pleitier zu bekämpfen. insofern machen es die meisten journalisten richtig, wenngleich der witwenbelästiger viel zu sanft angefasst wird. wie kann dieser rückschrittliche paintballer von "aushöhlung der familie" reden, wenn er selbst unfähig zur (hetero-)partnerschaft ist. mit 3 bier bestellen allein ist es nicht getan...