Streit und Einkaufstrubel: Weihnachen hat
für viele seinen eigentlichen Sinn verloren
- Umfrage: Bei 18 Prozent fliegen in Familie die Fetzen
- Für 78 Prozent hat Konsumgedanke Oberhand erlangt
·Taschendiebe freuen sich auf Weihnachten
Täter schlagen gerne
im Einfaufsgedränge zu
·Zu Weihnachten wird kräftig geschenkt
Österreicher sind trotz Krise in Feierlaune

Weihnachten - Eigentlich eine Zeit des Friedens und Besinnlichkeit, doch für viele haben die Festtage ihre ursprüngliche Bedeutung verloren: Die Menschen haben weniger Zeit für sich und die Familie, dafür häufiger Streit mit den Lieben als noch im Jahr 2004 - das ergab eine veröffentliche Umfrage für den Fonds Gesundes Österreich. Für 78 Prozent der 502 online Befragten hat der Konsumgedanke die Oberhand über den eigentlichen Sinn des Festes gewonnen.
Die Zahl derer, die vor dem Weihnachtstrubel am liebsten in ferne Urlaubsdomizile flüchten wollen, ist in den vergangenen fünf Jahren von 18 auf 38 Prozent gestiegen. Mit 23 Prozent nicht einmal ein Viertel der Befragten erlebt heuer den Advent als "die stillste Zeit des Jahres" - 2004 waren es noch 51 Prozent. Heuer sagten bereits 63 Prozent (2004: 40 Prozent), dass die Vorweihnachtszeit mit Hektik und Stress verbunden ist. Während 2004 noch 86 Prozent rund um das Fest genügend Zeit für sich und die Familie hatten, sehen das heuer nur 67 Prozent so.
Familienstreitigkeiten statt Weihnachtsfriede
Dabei meinen 91 Prozent, dass zu Weihnachten generell mehr Wert auf den Zusammenhalt der Familie gelegt werden sollte. Dem gegenüber stehen die 18 Prozent der Umfrageteilnehmer, bei denen
"feiertagsbedingt" innerhalb der Familie häufiger gestritten wird (2004: zehn Prozent) und 41 Prozent gehen die Verwandtenbesuche "schon manchmal ordentlich auf die Nerven" (2004: 31).
Hätten die Befragten einen Wunsch ans Christkind frei, geben 71 Prozent immaterielle und 23 Prozent materielle Wünsche an. Gesundheit hätten 30 Prozent gerne, weiters werden Frieden (neun Prozent), Glück, Zufriedenheit und Harmonie (acht Prozent) gewünscht.
Der Anteil jener, die zu Weihnachten zu viel und ungesund essen, ist in den vergangenen fünf Jahren um acht Prozentpunkte auf 49 Prozent gesunken. Die Zahl der Befragten, die an den Weihnachtstagen zu viel Alkohol trinken, stieg von elf auf 18 Prozent.
(apa/red)
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