Donnerstag, 3. Dezember 2009

Für viele ist Freizeit mehr wert als Gehalt:

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Rund zwei Drittel der Beschäftigten in Österreich können sich vorstellen, Geld gegen Freizeit einzutauschen und auf 10 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie im Gegenzug dafür um 20 Prozent weniger arbeiten müssten. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) bei 1.000 Personen.

Konkret stehen 18 Prozent der Befragten einem solchen Arbeitszeitmodell sehr positiv gegenüber, 23 Prozent finden daran Gefallen und 22 Prozent antworteten mit "teils-teils". 22 Prozent, also mehr als ein Fünftel, lehnen ein solches Modell ab. 15 Prozent waren unentschlossen.

Nützen würden so ein Modell laut Umfrage 59 Prozent, wobei lediglich 17 Prozent wirklich darauf eingehen würden, 18 Prozent haben mit "wahrscheinlich" und 26 Prozent mit "vielleicht" geantwortet. Für 28 Prozent kommt Gehaltsverlust für Arbeitszeitverkürzung nicht in Frage.

Besonders interessant für Frauen
Besonders interessant ist das Arbeitszeitmodell für Frauen und ältere Berufstätige über 50. So würden 70 Prozent der berufstätigen Frauen unter 50 Jahren einer Arbeitszeitregelung mit mehr Freizeit "zumindest vielleicht" nützen. Ein Fünftel oder 20 Prozent würde sie sogar "bestimmt" nützen. Im Vergleich dazu würden nur die Hälfte der Männer so ein Modell in Erwägung ziehen. Während 33 Prozent der Männer dieses Gehaltsmodell ablehnen, sind nur 18 Prozent der Frauen dagegen.

Bei den über 50-Jährigen ist ein Arbeitszeitmodell mit mehr Freizeit besonders attraktiv. 69 Prozent stimmen dem Modell zu, nur 17 Prozent sind dagegen.

Nach Bundesländern wollen das Modell die berufstätigen Wiener am wenigsten nützen. Nur 11 Prozent der Wiener können sich das auf jeden Fall vorstellen, während bei den Kärntnern und Steirern 24 Prozent der Befragten dafür stimmten. Abgelehnt wird die vorgestellte Arbeitsregelung von 29 Prozent der Kärntner und Steirer und von 36 Prozent der Wiener.

Die Umfrage fand im vergangenen September statt, die dieser Studie zugrunde liegenden Daten beruhen auf einer Erhebung der Linzer spectra Marktforschung.

3.12.2009 09:00