Wird Hypo Alpe Adria zwangsverstaatlicht?
Bayern-Minister lehnt weitere Finanzhilfe ab
- "Aus heutiger Sicht war der Kauf 2007 ein Fehler"
- Bei Pleite droht der Tiroler Hypo eine hohe Haftung
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Hypo & Co. in Italien von Steuerpolizei durchsucht
·"Mir nichts dir nichts"
kein Geld für die Hypo
Regierung will nicht schon
wieder Millionen löhnen
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Hannes Gruber verlässt Bank mit Jahresende
·Ein zweites Mal wird Hypo nicht geholfen
Finanzminister Pröll lehnt neuerliche Staatshilfe ab
·profil: Budget fehlen
bereits 201 Millionen
Ausfälle bei Hypo Alpe-
Adria und Volksbanken

Der Druck auf eine Rettung der Hypo Alpe Adria Bank steigt. Bayerns Finanzminister Fahrenschon (CSU) will der angeschlagenen Österreichtochter der BayernLB, der Hypo Group Alpe Adria, finanziell nicht mehr unter die Arme greifen, wie er in der "Financial Times Deutschland" deponierte. Zudem deutete er eine Zwangsverstaatlichung an.
"Aus heutiger Sicht war der Kauf der Bank Mitte 2007 ein Fehler", hatte der CSU-Politiker am Donnerstag in München zugegeben. "Alle Erwartungen haben sich nicht erfüllt. Sie ist ein Klotz am Bein der BayernLB." Wie Fahrenschon am Rande seiner Pressekonferenz zur FTD sagte, "werden wir die Hypo nicht weiter finanziell stützen".
"Hypo für Bayern nicht systemrelevant"
Fahrenschon deutete an, dass Bayern auf ein Szenario hinarbeitet, dass die Kärntner Bank durch die österreichischen Finanzaufsichtsbehörden zwangsverstaatlicht wird. "Für Bayern ist die Hypo nicht systemrelevant, aber für andere Regionen", sagte er.
Fahrenschons Ankündigung erhöht den Druck bei den anstehenden Verhandlungen mit Regierungsvertretern aus Wien sowie Kärnten. Bis 11. Dezember muss die Bank gerettet sein. Dann tagt eine außerordentliche Hauptversammlung.
Bisher hieß es, die BayernLB - die dem Freistaat Bayern gehört - schieße zumindest eine Milliarde Euro der benötigten 1,5 Milliarden Euro zu. Selbst diese Hilfe ist jetzt unsicher, schreibt das deutsche Blatt, zitiert zugleich aber Insider, die von "Poker" sprechen, um Österreich und Kärnten zur Rettung zu zwingen.
Muss Tiroler Hypo einspringen?
Eine Pleite der Hypo Alpe Adria könnte unterdessen auch die Tiroler Hypo teuer zu stehen kommen. Im Fall einer Insolvenz der Kärntner Bank müssten die anderen Landeshypos einspringen. Die Tiroler Hypo müsste sich ebenfalls an der Sicherung der Spareinlagen der ins Trudeln geratenen Bank beteiligen, was die landeseigene Bank bis zu 80 Millionen Euro kosten könnte. Helmut Mader, Chef des Aufsichtsrates der Tiroler Hypo, beschwichtigte allerdings: "Der Worst Case wird jedoch nicht eintreten. Ich rechne nicht mit einer Insolvenz der Hypo Alpe Adria", wird er in der "Tiroler Tageszeitung" (TT) zitiert.
(apa/red)
