Donnerstag, 3. Dezember 2009

Bundesbahn macht beim Job-Abbau ernst:
Rund 800 Stellen sind auf der Abschussliste

  • Einsparungen von 40 Mio. Euro in fünf - sechs Jahren
  • Unkündbare Mitarbeiter in eine Bedarfsgesellschaft?

Bei den ÖBB konkretisieren sich die Pläne für die angekündigte Reduktion des Mitarbeiterstandes. Allein die angepeilte Zusammenlegung von Fahrbetrieb und Verschub in einer neuen "Produktionsgesellschaft" wird laut ÖBB-Konzernchef Klugar Jobs "in einer Größenordnung von 800 Mitarbeitern" kosten und über die nächsten fünf bis sechs Jahre Einsparungen von 40 Mio. Euro bringen.

Unternehmenskenner erwarten langfristig allerdings einen weit deutlicheren Personalabbau in der neuen Produktionsgesellschaft und im Bahnkonzern insgesamt ohnehin. Jobcenter a la Telekom sind im Gespräch.

Die ÖBB wollen wie berichtet bis 2014 rund 400 Mio. Euro einsparen, von denen sich 150 Mio. Euro positiv auf das Ergebnis auswirken sollen. Gelingen soll das zum Teil durch Änderungen der internen Strukturen, Effizienzsteigerungen, die Einstellung verlustträchtiger Nebenbahnen und nicht zuletzt durch Personalreduktion. Gleichzeitig soll der Ausbau des Schienennetzes und die Modernisierung der Bahnhöfe zusammen mit einer Steigerung der Bahn-Kapazitäten um rund 30 Prozent die ÖBB trotz weitere Bahnliberalisierung wettbewerbsfähiger machen.

Neue "Bedarfsgesellschaft"?
Aufsichtsratsvorsitzender Pöchhacker hatte kürzlich erstmals offen gesagt hatte, dass die Zahl der Mitarbeiter bei den ÖBB in den nächsten vier Jahren um rund 5.000 auf 37.000 schrumpfen muss. "In ein paar Jahren werden wir ein paar Tausend Mitarbeiter weniger haben", bekräftigte Pöchhacker.

Bisher hat das ÖBB-Management immer betont, dass der Stellenabbau über die natürliche Fluktuation geschehen soll. Immerhin verlassen rund 2.000 pro Jahr den Bahnkonzern, viele davon in Richtung (Früh)-Pension. Überlegt wird dem Vernehmen nach auch, unkündbare Mitarbeiter in eine Bedarfsgesellschaft auszulagern, ähnlich wie das bei der Post und bei der Telekom Austria gemacht wurde.
(apa/red)

3.12.2009 16:41
Berndorferbaer, 03. 12. '09 18:29
stellenabbau!
hoffe nur, daß die herren die die bahn totschrumpfen, selbst totgeschrumpft werden. eh egal, sie haben ja schon die höchste gruppe die erreicht werden kann. gratulation. die dem betrieb geld bringen, werden rigoros eingespart. dijenigen die unproduktiv sind auf hohe posten gehievt. nebenbahnen werden eingespart damit der transport von güter von der straße auf die schiene verlegt wird, welch ein hohn und schwachsinn. so arbeitet man sehr produktiv, nur weiter so herr dr. klugar und pöchtrager. ich würde noch lokführer einsparen, das wäre doch etwas. dann könnten ja die bahnkunden ihre bestellten güter sogar auf den geleisen tragen, weil ja eh kein zug mehr fährt. schauen sie nur auf ihren gehalt ohne nachzudenken was aus dem betrieb wird. so muß der bahnbetrieb florieren, gratulation.