Nullnummer zwischen Sturm und Salzburg:
Bullen lassen in Graz wichtige Punkte liegen
- Grazer konnten Überlegenheit am Platz nicht nutzen
- Salzburger Offensive über weite Strecken abwesend
·Herbstmeistertitel für Rapid in Reichweite
Klarer 3:1-Sieg gegen Kapfenberg in St. Hanappi
·Treffen sich zwei Abstiegskandidaten...
LASK trifft in der Hypo-
Group-Arena auf Kärnten
·FK Austria kämpft in Ried um Rehabilitation
Auf die Veilchen wartet ein Defensiv-Bollwerk

Fußball-Meister Salzburg hat am Sonntag wichtige Punkte liegengelassen. Im Auswärtsspiel bei Sturm Graz erreichten die Salzburger nur ein torloses Remis. Damit hat der Meister zur Halbzeit der Meisterschaft zwei Punkte Rückstand auf Herbst- und Rekordmeister Rapid Wien, der Kapfenberg am Samstag 3:1 besiegt hatte.
Drei Tage nach dem Europacup-Triumph gegen Lazio Rom beschränkte sich Salzburg weitgehend auf die gesicherte Defensive. Trainer Huub Stevens vertraute exakt der gleichen Mannschaft, die am Donnerstag mit 2:1 siegreich gewesen war, der Meister überließ Sturm aber über weite Strecken das Spiel. Die Grazer konnten aus der Überlegenheit nur wenig Kapital schlagen: Klemen Lavric scheiterte nach einem Pass von Daniel Beichler am guten Salzburg-Goalie Eddie Gustafsson (23.), der auch bei einem Weitschuss von Andreas Hölzl (43.) gut reagierte.
Das Salzburger Spiel wirkte schaumgebremst. Weitschüsse von Christoph Leitgeb (27.) und Marc Janko (45.) waren kein Problem für Sturms Tormann Christian Gratzei. Salzburgs Spielmacher Somen Tchoyi - in der Europa League noch mit dem entscheidenden Treffer erfolgreich - war am Sonntag kaum vorhanden. Nach der Pause zeigte Salzburg etwas mehr Initiative, Tchoyis ersten Warnschuss (52.) lenkte Gratzei in den Corner.
Vergeblicher Mut zur Offensive
Eine Viertelstunde vor Schluss zeigte Stevens Mut zur Offensive, für Solospitze Janko und Mittelfeldspieler Dusan Svento kamen die zwei Stürmer Robin Nelisse und Alexander Zickler (73.). Torszenen blieben aber Mangelware. Nach einem Fehler von Salzburg-Verteidiger Rabiu Afolabi kam Sturm zu einer der wenigen Chancen in der zweiten Hälfte, Barry Opdam blockte aber den Versuch von Hölzl (73.). Gustafsson hatte einen Schuss von Beichler (85.) im Nachfassen unter Kontrolle.
Afolabi sah in der 88. Minute die einzige Gelbe Karte der Partie. Den folgenden Freistoß von Daniel Beichler bändigte Gustafsson mit großer Mühe. Damit war das torlose Remis fixiert.
Endstand SK Sturm Graz - Red Bull Salzburg 0:0
Graz, UPC-Arena, 10.790, SR Drabek.
Sturm: Gratzei - Lamotte, Feldhofer, Schildenfeld, Kandelaki - Hölzl
(86. Weinberger), Hlinka, Weber, Jantscher - Beichler, Lavric
Salzburg: Gustafsson - Schwegler, Sekagya, Afolabi, Ulmer - Opdam - Leitgeb, Pokrivac (90. Cziommer), Svento (73. Zickler) - Tchoyi -
Janko (73. Nelisse)
Gelbe Karten: Keine bzw. Afolabi
(apa/red)
