"Education is not for sale": Studentendemo mit Unterstützung von zahlreichen Seiten
- Westbahnhof: 1.100 bis 1.500 Uni-Demonstranten
- Viele Schulterschlüsse von Kurden bis Obdachlosen
·Uni-Rektor Winckler spielt Ball an Politik
Audimax-Rede: Betrieb weiter "aufrechterhalten"
·Obdachlose suchen Zuflucht im Audimax
Besetzer fordern "Sofort-
maßnahmen" der Stadt
·Uni-Gespräche unter
Clowns und Gauklern
ÖH setzt Minister Hahn
einwöchiges Ultimatum
·Hahn greift in die
"Notfalls-Reserve"
Unis erhalten zwischen 70.000 und 9 Mio. Euro

Mit einer neuerlichen Demonstration hat die studentische Protestbewegung rund um die Hörsaal-Besetzer in Wien auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht. Unter dem Motto "Education is not for sale" versammelten sich nach ersten Angaben der Audimax-Besetzer rund 1.500 Personen auf der Mariahilfer Straße beim Westbahnhof. Nach Angaben der Polizei waren es rund 1.000 Demonstranten.
Unterstützung erhielten sie durch Delegationen aus Bundesländern und - zumindest bei der Personenzahl - durch mannigfaltige Schulterschlüsse, von Kurden bis zu Obdachlosen. So waren neben Solgans wie "Bildung statt Banken" auch Sprechchöre wie "PKK repräsentiert die KurdInnen" zu hören. Zudem waren Transparente wie "Klimaerwärmung stoppen" oder "Notbett für alle EU-BürgerInnen" zu lesen. Auch Flugblätter mit Titel "Schulterschluss von Studis und 'Obdachlosen' für soziale Wärme" wurden verteilt.
Sprecher betonten, dass die Protestbewegung "noch nicht tot" sei. Zudem wurde zu einem internationalen Gegengipfel zu der für März 2010 in Wien geplanten Bologna-Konferenz aufgerufen: "Versauen wir den Scheiß-Bolognagipfel".
Damit es zu keinen Störungen beim Einkaufssamstag auf der Mariahilfer Straße kommt, wurde die Route der Demonstration noch am Freitag von der Polizei geändert. Deshalb zogen die Studenten nun über Kaiserstraße, Neubaugasse und ehemalige 2er-Line zum Sigmund-Freud-Park neben der Votivkirche, wo die Schlusskundgebung stattfindet.
Dekane der Universität Wien haben die andauernde Besetzung des Audimax und anderer Hörsäle als "illegitim" bezeichnet und die Studenten aufgefordert, diese zu beenden. Gleichzeitig sehen die Dekane die Ursache der Proteste in "fehlenden oder falschen politischen Entscheidungen der Vergangenheit".
(apa/red)
