Freitag, 4. Dezember 2009

"Flammenwand" auf der A2: Tankwagen-
Unfall löste auf Südautobahn Inferno aus

  • Sekundenschlaf war Ursache. Fahrer leicht verletzt
  • Feuer auch auf Fahrbahn und Bäume übergegriffen

Ein spektakulärer Unfall hat auf der A2 Südautobahn nahe Graz ereignet. Ein mit 35.000 Liter Treibstoff beladener Sattelzug kippte um und geriet in Brand. Durch den auslaufenden Sprit griff das Feuer auf die Fahrbahn und den angrenzenden Wald über, es bestand Explosionsgefahr. Der Ausgang war dennoch relativ glimpflich, nur der Lkw-Lenker wurde leicht verletzt. Sekundenschlaf war laut Sicherheitsdirektion die Ursache für den spektakulären Tankwagenunfall.

Nach Angaben der Autobahnpolizei hatte sich der Unfall kurz nach 8.00 Uhr auf der A2 zwischen dem Autobahnknoten Knoten Graz Ost und der Ausfahrt Laßnitzhöhe in Fahrtrichtung Wien ereignet. Ein Sattelzug, der mit verschiedenen Treibstoffen beladen war, krachte gegen die Leitschiene, kippte seitlich um und blieb quer über die Fahrbahn liegen, ehe er in Brand geriet.

Sekundenschlaf
Der 48-jährige Lenker des Tank-Sattelzuges hat Verletzungen leichterer Natur - Schnittverletzungen und Prellungen am Kopf - erlitten und sich selbst aus dem Fahrzeug retten können. Der Mann aus dem Bezirk Hartberg hatte laut Exekutive infolge Sekundenschlafs die Herrschaft über das Schwerfahrzeug verloren.

Der Schaden wird mit rund 300.000 Euro beziffert. Wie die Asfinag mitteilte, soll die durch den Brand in Mitleidenschaft gezogene Fahrbahn Richtung Wien noch in den Nachtstunden zumindest teilweise wieder freigegeben werden. Wie die Asfinag mitteilte, konnte die Autobahn Richtung Graz inzwischen zweispurig freigegeben und das ausgebrannte Fahrzeugwrack entfernt werden. Auf der Richtungsfahrbahn Wien wurden rund 130 Meter Fahrbahn beschädigt. Nach einer Hochdruckreinigung wird der Belag abgefräst. Zumindest eine Fahrspur sollte noch in der Nacht freigegeben werden, hieß es.

Augenzeugen sprachen von "Inferno"
Die Feuerwehren waren mit rund 100 Leuten im Einsatz, um Ölsperren zu errichten und das kontaminierte Erdreich abzugraben sowie mit Treibstoff verunreinigtes Löschwasser zu binden. Augenzeugen, die bei der Autobahnpolizei Alarm schlugen, sprachen von einem "Inferno" und einer "Flammenwand". Der auslaufende Sprit setzte auch die Fahrbahn, die Böschung und einige Bäume des angrenzenden Waldes in Brand. Im Kanalsystem bildete sich ein Benzin-Luft-Gemisch, das für kleinere Explosionen sorgte und einige Kanaldeckel aus der Verankerung riss.

(apa/red)

4.12.2009 17:22