"Da spielt David gegen Goliath": Klare Rollenverteilung im Spiel gegen Spanien
- Janko kann mit Remis oder knapper Niederlage leben
- Maierhofer, Hoffer wollen sich in Clubs durchbeißen
·Janko: "Da spielt David gegen Goliath"
Rollenverteilung im Spiel gegen Spanien ist klar
·Man kann sie ruhig Angstgegner nennen
Oft leichtes Spiel für Spanier gegen Österreich

Österreichs Top-Stürmer Marc Janko hat vor dem heutigen Länderspiel (20.45 Uhr/live auf NEWS.at) im Wiener Happel-Stadion gegen Europameister Spanien keinen Zweifel über die Rollenverteilung offengelassen. "Da spielt David gegen Goliath", erklärte der 26-Jährige, dem Teamchef Dietmar Constantini Anlagen eines Weltklasse-Spielers attestiert hatte.
"So eine Aussage ist auch ein bisschen gefährlich, aber natürlich eine große Ehre. Es freut mich ungemein, doch ich muss das von Spiel zu Spiel beweisen", sagte Janko, der am Sonntag von der Spieler-Gewerkschaft Vereinigung der Fußballer (VdF) als Spieler des Jahres ausgezeichnet worden war.
Verteidiger sind "fast wie Spielmacher"
Die nächste Gelegenheit zur Bestätigung des Teamchef-Lobs hat der Niederösterreicher gegen die spanischen Verteidiger, mit denen er zuletzt gute Erfahrungen gemacht hat. Beim 2:0-Sieg mit Salzburg in der Europa League gegen Villarreal erzielte der Goalgetter einen Treffer, dennoch bekam er in dieser Partie auch die Vorzüge der iberischen Defensivspieler vor Augen geführt. "Die Verteidiger schalten sich extrem gut in die Offensive ein, sind fast wie Spielmacher. Sie stehen aber auch nicht so drauf, wenn man robust zur Sache geht."
Deswegen gelte es, über den Kampf ins Spiel zu kommen. "Wir müssen mit unseren Möglichkeiten versuchen, dagegenzuhalten. Technisch dürfen wir nicht versuchen, mitzuhalten, denn da sind wir unterlegen", meinte Janko. Die Spanier zählen für den 13-fachen Internationalen (7 Tore) zu den stärksten Nationalteams der Welt. "Da könnten wir mit einem Unentschieden oder einer knappen Niederlage leben. Natürlich wollen wir gewinnen, aber das wird ganz schwer."
Maierhofer will kämpfen und beißen
Ähnlicher Meinung ist Jankos Sturm-Kollege Stefan Maierhofer. "Bis auf den Goalie haben die Spanier zehn Offensivspieler. Wir müssen dagegenhalten und 90 Minuten kämpfen und beißen", erklärte der Wolverhampton-Legionär, der bei seinem Club im Moment nicht über Kurzeinsätze hinauskommt. "Aber ich bin zufrieden mit meiner Situation, hatte zuletzt ein gutes Gespräch mit dem Trainer. Ich trainiere gut und warte auf meine Chance. Wenn man bei 30, 35 Spielern immer im Kader ist und eingewechselt wird, wird man irgendwann auch von Beginn an spielen, und diese Chance will ich nützen."
Im Gegensatz zu Maierhofer sitzt dessen Ex-Rapid-Kollege Erwin Hoffer derzeit bei Napoli nicht einmal auf der Bank. Die Erklärung dafür blieb ihm der neue Trainer Walter Mazzarri auch in einem persönlichen Gespräch schuldig. Trotz aller Rückschläge ist der 22-Jährige gewillt, sich beim Ex-Maradona-Club durchzusetzen. "Ich werde meine Chance bekommen, und bis dahin kann ich nur im Training Vollgas geben", erklärte der Niederösterreicher, der sich nach eigenen Angaben mit seinen Vereinskollegen schon gut verständigen kann, bei der Unterredung mit Mazzarri allerdings einen Dolmetscher zu Hilfe genommen hatte.
(apa/red)
